Bundeskriminal­amt warnt Unternehmen vor CEO-Betrug

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Foto: KURIER/Stephan Boroviczeny (Symbolbild)

Das BKA hat Daten potenzieller Opfer im Rahmen internationaler Ermittlungen gefunden.

Das Bundeskriminalamt (BK) wird in den kommenden Tagen per E-Mail 500 Unternehmen in Österreich vor CEO-Betrügereien warnen. Das kündigte das BK am Mittwoch an, nachdem im Rahmen internationaler Ermittlungen Datensätze von insgesamt 5.000 Firmen erhoben wurden, die offenbar Ziele betrügerischer Angriffe werden sollen.

Die Täter geben sich bei dieser Form des Betrugs als Firmenchefs - Chief Executive Officer (CEO) - aus und kontaktieren mit einer manipulierten E-Mail-Adresse ihre Zielpersonen, in der Regel Mitarbeiter aus den Bereichen Treasury, Buchhaltung oder Accounting. Angeordnet wird eine dringende Überweisung unter strikter Geheimhaltung. Dieser Schritt wird in weiterer Folge durch eine Drittperson, einem Juristen, Geschäftspartner oder Berater, bestätigt.

Seit Sommer 2015 wurden nach Angaben des BK in Österreich mehr als 500 Unternehmen auf diese Weise angegriffen. Elf Unternehmen haben die geforderten Summen überwiesen, vier sind auf einem Gesamtschaden von 83 Millionen Euro sitzengeblieben.

Das BK rät Firmenchefs präventiv, Mitarbeiter über diese Form des Betrugs zu informieren. Ungewöhnliche Zahlungsanweisungen sollten hinterfragt werden - am besten in einem persönlichen Gespräch. Außerdem empfiehlt das BK, die Adresse des Absenders zu überprüfen, Vorgesetzte zu kontaktieren und Ruhe zu bewahren, wenn Täter versuchen, ihre Opfer unter Zeitdruck zu setzen. Wer meint, Opfer eines solchen Betrugs geworden zu sein, sollte seine Bank kontaktieren, um die Zahlung zu stoppen, und sich an die Polizei wenden.

(apa / and) Erstellt am
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