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Chronik Österreich
01/02/2020

Bittere Pleite eines Sportwetten-Anbieters

Den Gläubigern wird 40 Prozent Quote angeboten, einzelne Standorte sollen geschlossen werden.

von Kid Möchel, Dominik Schreiber

Mit Sportwetten ist offenbar auch nicht mehr das große Geld zu verdienen. „Die Insolvenzursachen liegen einerseits in Anlaufverlusten, die aus den gesetzlichen Unsicherheiten und Änderungen im Bereich des Wett- und Glücksspiels resultierten, sowie in kontinuierlich ansteigenden Fixkosten für das Personal und die Filialbetriebe. Zudem haben sich Verbindlichkeiten aus der Übernahme von  Unternehmensstandorten und Vermögenswerten aus dem Insolvenzverfahren der LBF Handels- und BetriebsgmbH ergeben“, zitiert der Gläubigerschutzverband Creditrefrom aus dem Insolvenzantrag der Wigena GmbH.

Nun hat die Wigena GmbH mit Sitz in Graz, die früher Odinbet Sportwetten GmbH hieß, ein Sanierungsverfahren beantragt. 36 Dienstnehmer sind betroffen. Sie betreibt seit 2017 zehn Sportwetten-Cafes unter der Marke „EP Sportsbar“ in der Steiermark. "Das Unternehmen soll fortgeführt werden. Die Schließung einzelner Filialstandorte ist jedoch nicht ausgeschlossen", heißt es dazu von Creditreform. Die Standorte sind in Deutschfeistritz, Feldbach, Fürstenfeld, Kapfenberg, Gratkorn, Graz, Gratkorn und Zeltweg beheimatet.

Die Passiva dürften sich laut AKV und KSV1870 auf rund 295.000 Euro belaufen. Den Gläubigern wird eine Quote in Höhe von 40 Prozent binnen zwei Jahren angeboten. Die Wigena gehört zu gleichen Teilen Heinrich, Maria, Sandra und Mathias Lindenau. Das Stammkapital in Höhe von 35.000 Euro ist zur Gänze eingezahlt.