Chronik | Österreich
11.08.2018

Berittene Polizei auf der Suche nach einem Logo

Erste Vorschläge liegen nun auf dem Tisch: Ein externes und mehrere interne Wappen.

Ein braunes Pferd mit einer wallenden Mähne? Oder doch lieber ein zackiges Tier, (nicht zufällig) ähnlich dem Emblem der Grenzeinheit „Puma“?

Die berittene Polizei ist derzeit nicht nur auf der Suche nach zweibeinigem und vierbeinigem Personal, sondern auch nach dem richtigen Wappen. „Das fixe Logo soll 2019 festgelegt werden. Es gibt sowohl ein zur Nutzung kostenfreies externes Logo als auch interne Entwürfe. Grundsätzlich gilt, dass das Pferdelogo keine Kosten – außer natürlich die Produktion für die Patches – verursachen wird“, erklärt Ministeriumssprecher Christoph Pölzl.

Intern ist etwa jenes Logo erstellt worden, das im Konzept der Wiener Polizei aufscheint. Bei dem externen handelt es sich um jenes der Firma Signs, das dem Neos-Abgeordneten Douglas Hoyos zugespielt wurde. Es ist gemeinsam mit dem Logo für die „Puma“-Truppe erstellt worden. Die Firma Signs war zuvor bekannt unter dem Namen „Ideenschmiede“. Sie wurde von Ermittlern verdächtigt, Kickback-Zahlungen an die FPÖ geleistet zu haben, Beweise dazu gibt es bisher nicht. Hoyos spricht von „Freunderlwirtschaft“, das Innenministerium betont, dass dem Ressort beide Logos gratis zur Verfügung gestellt worden sind.

Zumindest dürfte das Innenministerium von FP-nahen Personen mit Gratismaterial zur Reiterstaffel versorgt werden. Laut Anfrage der Neos-Sicherheitssprecherin Stephanie Krisper hat auch Werner Kaizer, dienstzugeteilter Pressesprecher des FP-Vizebürgermeisters, ein Konzept ,Berittene Einheit der Polizei für Österreich’ eigeninitiativ und unaufgefordert übermittelt. Die Möglichkeit, Vorschläge, die die Arbeit der Sicherheitsexekutive bestmöglich unterstützen und erleichtern, dem BMI in geeigneter Form zu unterbreiten, steht Jedermann offen. Aus dem übermittelten Vorschlag entstanden keine Kosten.

Fixer Standort

Apropos Kosten: Das für Wien geplante Ausbildungsareal sollte laut dem im April fertig gestellten Konzept eine Million Euro pro Jahr kosten, wie Innenminister Herbert Kickl in der dem KURIER vorliegenden Anfragebeantwortung an die Neos schrieb. Sogar der endgültige Standort, der im Herbst fixiert wird, soll billiger sein. Pölzl: „Eine Umlegung der genannten Summe für den Standort in Wien ist nicht möglich. Derzeit laufen noch Objektbesichtigungen und die Entscheidung ist noch offen. Dennoch kann aufgrund der bisherigen Erfahrungswerte von einer niedrigeren Zahl ausgegangen werden.“