Bauernregel: Dieser Juli-Tag soll das Wetter der nächsten sieben Wochen vorhersagen
Zusammenfassung
- Der Siebenbrüdertag am 10. Juli gilt in Bauernregeln als Lostag, der das Wetter der kommenden sieben Wochen vorhersagen soll.
- Bauernregeln beruhen auf regionalen Erfahrungswerten und sind wissenschaftlich nicht belegt, verweisen aber auf eine mögliche länger anhaltende Wettertendenz um Ende Juni und Anfang Juli.
- Der Siebenbrüdertag hat einen religiösen Ursprung im Gedenken an Felicitas und ihre sieben Söhne; für den 10. Juli werden 25 bis 33 Grad, meist sonniges Wetter und einzelne Schauer prognostiziert.
Der Monat Juli ist der absolute Höhepunkt der Obst- und Gemüseernte. Tomaten, Gurken, Marillen oder verschiedene Beerensorten können nun im Garten oder auf dem Balkon geerntet werden. Für Bauern und Landwirte waren die Sommermonate schon immer eine wichtige Zeit, denn vom Wetter hängt maßgeblich ab, ob die Ernte gut ausfällt oder durch Gewitter, heftige Regenschauer oder übermäßige Hitze zerstört wird. Die Bauernregeln wollen Sonne und Regen vorhersagen und können sich mitunter widersprechen.
Sind die Bauernregeln wissenschaftlich belegt?
Bauernregeln beruhen auf Erfahrungen, die von Region zu Region unterschiedlich sein können. Die wichtigsten Lostage in den Sommermonaten Juni und Juli reichen vom Siebenschläfertag (27. Juni) bis zu den Hundstagen, die ab dem 23. Juli beginnen und damit die heißeste Zeit des Jahres einläuten.
Die Bauernregel zum 10. Juli, dem Siebenbrüdertag, soll vorhersagen, ob es in den kommenden Wochen tatsächlich heiß werden soll. Denn am Siebenbrüdertag heißt es:
„Wenn es sieben Brüder nicht regnet, so gibt es eine trockene Ernte. Wie die sieben Brüder das Wetter gestalten, so soll es noch sieben Wochen halten.“
Demnach soll das Wetter am Siebenbrüdertag über einen längeren Zeitraum anhalten – egal, ob Sonne oder Regen. Auch wenn diese Bauernregeln wissenschaftlich nicht belegt sind, gehören sie bis heute fest zum Brauchtum. Eine andere Regel zum Siebenbrüdertag am 10. Juli verspricht:
„Wenn sich die sieben Brüder sonnen, kommt sieben Wochen Wonnen“ – also Schönwetter über einen längeren Zeitraum.
Allgemein kann gesagt werden, dass eine großräumige Wetterumstellung Ende Juni oder Anfang Juli eine Erhaltungstendenz über mehrere Wochen aufweist. Dies gilt für alle Wetterlagen, die sich um den Monatswechsel einstellen. Wenn eine warme Hochdrucklage endet und vom Atlantik über mehrere Tage hinweg Regengebiete heranziehen, steigt die Wahrscheinlichkeit, dass die unbeständige Witterung mehrere Wochen anhält, wie wetter.de berichtet.
Welche Bedeutung hat der Siebenbrüdertag?
Der Lostag hat einen religiösen Ursprung: Am 10. Juli gedenkt die katholische Kirche der Märtyrerin Felicitas und ihrer sieben Söhne. Felicitas von Rom gilt als Schutzpatronin der Frauen, Mütter und der Fruchtbarkeit. Einer Überlieferung zufolge wurde die Familie im Rahmen der Christenverfolgung im 2. Jahrhundert enthauptet. Der 10. Juli erinnert an die sieben Söhne der Felicitas. Der Tag gilt zudem als wichtiger Termin im Bauernkalender.
Wie wird das Wetter am 10. Juli?
Laut Prognosen der GeoSphere Austria dominiert am Freitag, dem 10. Juli, eine nordwestliche Höhenströmung. Der Vormittag verläuft überwiegend wolkenlos, im Osten ziehen einige harmlose Wolken durch. Vereinzelte Regenschauer sind möglich. Die Temperaturen liegen zwischen 25 und 33 Grad.
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