Jetzt wird überlegt, die einspurigen Kfz auch auf den Busspuren legal fahren zu lassen

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Steiermark
07/15/2014

Auf Busspur könnten Bikes rollen

Graz, Linz und Klagenfurt gefällt Idee aus Wien, Salzburg hat sich schon dagegen entschieden.

von Elisabeth Holzer

Noch prüft die Grazer Behörde, aber Verkehrsreferent Mario Eustacchio (FPÖ) ist zuversichtlich. "Ich bin sicher, dass wir das da und dort zulassen können." Der Stadtrat greift eine Idee des Wiener Bürgermeisters Michael Häupl (SPÖ) auf: Er will Motorrad- und Mopedlenkern erlauben, Busspuren in der Stadt zu benützen.

In Graz gibt es rund 50 Straßenabschnitte, die als Busstreifen eigens ausgewiesen sind. Auf den meisten dürfen Radfahrer unterwegs sein, für motorisierte Einspurige gilt die Ausnahme aber nicht. Doch Eustacchio kann sich mit der Idee anfreunden. "Man muss schauen, wo ist das möglich, ohne den öffentlichen Verkehr zu behindern." Den Vorteil sieht er hauptsächlich im Sicherheitsaspekt. "Viele Mopeds und Motorräder drängen sich ja an Autokolonnen vorbei und durch. Wenn man das verhindern kann, warum nicht? Für mich steht die Sicherheit da im Vordergrund."

Andere Städte prüfen

Noch im Sommer soll eine Entscheidung fallen. Eine Verordnung der Stadt reicht, um die Busspuren zu öffnen. In anderen Landeshauptstädten sind die Verkehrsreferenten ebenfalls nicht abgeneigt. "Das ist durchaus diskussionswürdig", überlegt Peter Steinkellner, ÖVP-Verkehrsstadtrat in Klagenfurt. "Da kann man ein gewisses Gefahrenmoment rausbringen." Er kündigt an, rechtlich prüfen zu lassen. In Linz heißt es aus dem Büro der zuständigen Vizebürgermeisterin Karin Hörzing (SPÖ) dass man "die Idee prüfen lassen kann. Aber es hat bis jetzt noch nie jemand den Wunsch danach gehabt."

In Salzburg haben die Rechts- und Verkehrsexperten so eine Prüfung allerdings längst hinter sich: Bereits vor einem Jahr ließ Verkehrsstadtrat Johann Padutsch (Bürgerliste) erheben, ob so ein Projekt Sinn machen könnte. Das Ergebnis fiel aber gegen die Freigabe aus. "Es war bei der Hälfte der Spuren vorstellbar, bei der anderen nicht", erläutert ein Mitarbeiter Padutschs. "Aber wenn wir jede Busspur anders behandeln, kennt sich keiner aus." Es tauchte noch ein Problem auf: Buslenker können Ampeln auf Grün schalten, Mopedlenker sind aber auch auf der Busspur von der allgemeinen Ampelschaltung abhängig.

Eine andere Entscheidung für einspurige Kfz ist in Graz aber schon gefallen. In der Innenstadt wurden zehn Pkw-Stellplätze gekappt, um eigene Parkflächen für Mopeds und Motorräder zu schaffen. Das war nötig, weil immer mehr Mopeds auf Fahrradplätzen geparkt wurden und sich Autofahrer über Platz Raubende, schräg gestellte Motorräder beschwert haben.

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