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Alkoholverbot an allen Hauptbahnhöfen in Planung

Ab Herbst könnte der Konsum von Alkohol an den großen Bahnhöfen stark eingeschränkt werden.
Praterstern

Übergriffe von und Konflikte mit Fahrgästen beschäftigen die ÖBB und ihre Mitarbeitenden seit Längerem. Wenn Situationen eskalieren, spielt nicht selten Alkohol eine Rolle. Nun dürfte ein nächster Schritt zur Verbesserung der Sicherheit von Personal sowie Reisenden bevorstehen: Mobilitätsminister Peter Hanke (SPÖ) soll ein generelles Alkoholverbot an allen Hauptbahnhöfen planen, wie die Kronen Zeitung berichtet.

Rund jede sechste sicherheitsrelevante Meldung an österreichischen Bahnhöfen stehe im Zusammenhang mit Alkoholkonsum, so die Zeitung. Derzeit verbietet die Hausordnung lediglich „übermäßigen“ Konsum. 

An neun österreichischen Bahnhöfen ist zusätzlich bereits ein Alkoholverbot im gesamten Bahnhofsbereich in Kraft – zuletzt wurde die Liste im Mai um den Wiener Westbahnhof erweitert. Künftig sollen weitere stark frequentierte Verkehrsknotenpunkte folgen. Genannt werden laut Krone unter anderem mehrere Wiener Bahnhöfe wie der Hauptbahnhof, Meidling oder Wien Mitte, aber auch St. Pölten, Baden, Linz und Graz. Das Ziel sei es, weniger Diskussionen, weniger Spielraum für Ausreden und im Ernstfall schnelleres Handeln zu ermöglichen. Ab Herbst könnte das Verbot schlagend werden.

Weitere Maßnahmen bereits angekündigt

Bereits vor einigen Wochen wurde seitens der ÖBB ein Zehn-Punkte-Plan präsentiert, der für mehr Schutz sorgen soll. Der KURIER hat berichtet. Als eine wesentliche Maßnahme wurde ein erhöhter Personaleinsatz in den Zügen genannt. Auch die Zusammenarbeit mit der Polizei soll verstärkt werden. Zudem sind unter anderem ein stiller Alarm für Mitarbeitende, der Einsatz von Bodycams und Stichschutzwesten vorgesehen.

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