Ärztekammer befürchtet Versorgungsmisere

Ärztevertreter sehen Betrieb von Spitalsambulanzen gefährdet, © Bild: KURIER/Gilbert Novy

Als Folge der Reduktion der Arbeitszeiten. Maßnahmen zur Entlastung der Ambulanzen gefordert.

Die Ärztekammer warnt vor einer drohenden Schließung von Spitalsambulanzen durch das neue Arbeitszeitgesetz für Spitalsärzte.

Harald Mayer kritisiert die Politik
Dr. Harald Mayer, Kurienobmann der angestellten Ärzte in der Ärztekammer für Oberösterreich, Linz, OÖ © Bild: honorarfrei/Ärztekammer/Laresser
Der Obmann der Spitalsärzte und Vizepräsident der Ärztekammer, Harald Mayer, sprach am Donnerstag von sich verdichtenden Hinweisen, dass der Betrieb vieler Spitalsambulanzen durch die Reduktion der Arbeitszeiten für Spitalsärzte nicht mehr aufrechterhalten werden könne.
Mayer warf der Politik vor, „sehenden Auges“ in eine Versorgungsmisere zu steuern, und forderte Maßnahmen zur Entlastung der Ambulanzen.

„Die Spitalslastigkeit unseres Gesundheitssystems ist seit vielen Jahren bekannt. Mittlerweile verzeichnen wir jährlich mehr als 17 Millionen Ambulanzfälle - also grob gerechnet, zwei Ambulanzbesuche pro Kopf“, führte Mayer in einer Aussendung aus. Er forderte die Politik auf, Strukturen zu schaffen, um die Patientenströme in vernünftige Bahnen zu lenken.

Erstellt am 26.02.2015