Chronik | Österreich
09.12.2017

41-Jähriger vor Pizzeria angeschossen

Mutmaßlicher Täter eine halbe Stunde später aufgespürt, Waffe sichergestellt.

Vier Mal feuerte der 53-Jährige auf sein Opfer, das schwer verletzt zusammenbrach: Im Salzburger Stadtteil Lehen kam es in der Nacht zum Freitag zu einem Mordversuch. Der Schütze rannte davon, wurde aber von der Polizei eine halbe Stunde später in der Nähe des Tatortes verhaftet.

Das Opfer war auch am Freitag noch nicht außer Lebensgefahr, der 41-Jährige liegt im Unfallkrankenhaus auf der Intensivstation. Das Motiv gibt den Ermittlern vorerst noch Rätsel auf: Der Mordversuch wurde gegen 22 Uhr in der Ignaz-Harrer-Straße in der Nähe einer Pizzeria verübt. Opfer wie mutmaßlicher Täter sind gebürtige Türken: Der 41-Jährige war alleine unterwegs, er wurde in der Bauchgegend und an den Armen getroffen. Allerdings konnte er einigen Männern, die nach der Schießerei auf die Straße liefen, noch Hinweise auf den mutmaßlichen Täter geben. Damit ist klar, dass sich die Männer kennen. Hintergründe zu den beiden wollte die Polizei am Freitag aber nicht bekannt geben.

Mit Hilfe der Spezialeinheit Cobra und Suchhundestaffeln durchsuchten die Einsatzkräfte die Straßen um den Tatort, ein Hund stöberte den Verdächtigen gegen 22.30 Uhr auf. Auch die Waffe wurde in der Nähe gefunden, ebenso zusätzliche Munition. Der 53-Jährige hat sie auf der Flucht weggeworfen. Auch eine Hausdurchsuchung beim Verdächtigen hat bereits stattgefunden. Auskünfte darüber, ob oder was in der Wohnung gefunden wurde, gab es vorerst keine. Der 53-Jährige selbst soll in den Einvernahmen ebenfalls geschwiegen haben.