Chronik | Österreich
03.08.2018

300.000 Euro gesammelt: Georgs Therapie kann beginnen

Spendenaufruf einer Anwältin zeigte Erfolg: Behandlung eines schwer kranken Buben konnte so gesichert werden.

„Georg wird überleben“, versichert Karin Prutsch: Die Grazer Rechtsanwältin schaffte es, mit ihrem Videoaufruf auf YouTube, Facebook und Instagram so viel Geld zu sammeln, dass die teuren Spritzen für den Zwölfjährigen bezahlt werden können.

Wie berichtet, leidet der kleine Steirer an Muskelschwund: Georg ist gelähmt, sein Zustand würde sich ohne Behandlung verschlechtern, wenn nicht gar zum Tod des Buben führen, davon sind Prutsch und Georgs Mama Claudia Polic überzeugt.

Doch die steirische Krankenanstaltengesellschaft (KAGES) verweigerte die Therapie mit „Spinraza“, jenem Medikament, das Georg helfen soll. Es sei nicht erwiesen, dass es bei Patienten helfe, die älter sind als zwei Jahre. Das Zivilgericht Graz entschied bezüglich Prutschs Anträgen auf einstweilige Verfügung zugunsten der KAGES, doch der Prozess auf Durchsetzung der Behandlung geht weiter.

Allerdings käme die rechtliche Entscheidung zu spät, warnte Prutsch. Und so ging sie einen für Rechtsanwälte höchst ungewöhnlichen Weg: Sie stellte vor zwei Wochen ein Video ins Netz, in dem sie um Spenden für Georg bat.

Jetzt beendete die Juristin die Spendenaktion: Das Geld für die ersten vier Spritzen ist da, insgesamt waren dafür 308.000 Euro nötig. Die Behandlung wird ein Arzt in Oberösterreich durchführen. Prutsch bedankte sich mit einem weiteren Video. „An alle, die gespendet haben: Sie haben das Leben eines Zwölfjährigen gerettet. Sie haben einer großen Institution gezeigt, dass Menschen zusammenhalten.“