Chronik | Österreich
25.07.2018

Ein-Euro-Spendenaktion für kranken Georg

Bub braucht teure Therapie. Video seiner Anwältin wurde mehr als 150.000-mal aufgerufen.

Seit einer Woche ist das Video über Georg online: Darin schildert Anwältin Karin Prutsch den Fall ihres kleinen Mandanten, der an Muskelschwund leidet und dem eine Therapie mit einem speziellen Medikament helfen soll.

Seither wurde es rund 150.000-mal allein auf Prutschs Facebook-Seite aufgerufen und 3500-mal geteilt. Insgesamt erreichte es so rund 350.000 Menschen. Eine Anzahl, die den Grazer PR-Experten Peter Siegmund aktiv werden ließ: In seinem Blog ruft er zu einer Spendenaktion für den Zwölfjährigen auf. Dabei gehe es nicht um große Summen, betont Siegmund. „Wenn jeder nur einen Euro spendet, der das Video aufgerufen hat, ist das Geld zusammen.“

77.000 Euro kostet eine Spritze des Medikaments „Spinraza“. Georg braucht als Erstbehandlung vier Stück binnen vier Wochen, danach laut Anwältin Prutsch alle vier Monate eine weitere. Die steirische Krankenanstaltengesellschaft (KAGES) will Georg nicht behandeln, da kein Erfolgsnachweis bei Patienten seines Alters gegeben sei. Zivilrechtlich läuft noch eine Klage gegen die Spitalsholding, allerdings wurden Anträge auf einstweilige Verfügungen bereits abgewiesen. Bleibt die Öffentlichkeit. „Es geht nicht darum, jemanden an den Pranger zu stellen“, versichert Siegmund. „Das hilft nichts. Jetzt geht es darum, dass der Bub seine Spritzen bekommt.“

Karin Prutsch hat dafür gesorgt: „Ein Arzt aus Oberösterreich, der solche Therapien macht, würde sofort die Behandlung einleiten.“ Hat Georg die Erstbehandlung hinter sich, würde ihn das stabilisieren. Über den Verein „Engel auf Erden“ wurde bereits Geld gesammelt, damit sind fast zwei Spritzen finanziert. Das Geld für zwei weitere fehlt noch.

Konto Engel auf Erden, „Georg“, AT71 3811 1000 0016 6033