Die ersten Bezirke wurden auf "rot" gestellt

© APA - Austria Presse Agentur

Chronik Österreich
10/23/2020

25 rote Bezirke: Die Fakten hinter der Farbe

Die Corona-Ampel ist eine Richtschnur, handeln müssen die Länder - dabei können sie strenger sein als der Bund.

von Elisabeth Holzer

Ein Viertel der Österreicher lebt in roten Zonen - jenen Regionen also, in denen die Corona-Ampel seit Freitag auf Rot leuchtet. Das sind 25 Bezirke in fast allen Bundesländern, nur Kärnten hat derzeit keinen roten Fleck.

Doch was bedeutet die Experten-Einstufung nun konkret, außer, dass Rotlicht mit „sehr hohem Risiko“ gleichgesetzt wird? Das ist von Bezirk zu Bezirk unterschiedlich, denn: Die Ampel reagiert hauptsächlich auf die Höhe der Infektionszahlen und die Belegung der Spitäler -  danach handeln müssen die Bundesländer.

Eigene Wege

Was wiederum einen neuen Fleckerlteppich ergibt, denn speziell für Schulen, Krankenhäuser und Seniorenheime oder im Veranstaltungsbereich gehen einige Bundesländer eigene Wege. Wo keine Länder-Regeln eingeführt werden, gelten die Maßnahmen des Bundes.

Schulen

Tirol, das unter den Ländern mit den ersten roten Bezirken war, reagierte im Schulbereich: Ab der 9. Schulstufe wird auf Distance Learning umgestellt, Heimunterricht also, das gilt gleichermaßen für die Schulen in orangen Bezirken. Salzburg macht das im Schulbereich ebenso wie nun auch das Burgenland mit dem roten Neusiedl am See.

Niederösterreich wiederum lässt trotz roter Corona-Ampel in sechs Bezirken, darunter die Landeshauptstadt St.Pölten, die Schulampel generell auf Gelb, will heißen: Der Unterricht geht mit den bereits geltenden Hygienemaßnahmen weiter. In den Gaststätten kommt es auch in den roten Bezirken zu keiner Vorverlegung der Sperrstunde. Auch Oberösterreich lässt seine Schulampel trotz sieben roter Bezirke auf Gelb.

In der Steiermark bleiben die Schulen auf Gelb, bis auf zwei Landesberufschulen in roten Bezirken: Das ermächtigt die Direktoren, auf Schichtbetrieb umzustellen.

Veranstaltungen

Das Land Burgenland erließ am Freitag eine Verordnung, wonach im gesamten Bundesland Sportarten mit Körperkontakt verboten sind vom Judo bis zum Fußball. Ausgenommen sind nur Spitzensport sowie der Nachwuchsbereich. Die Bezirkshauptmannschaft Neusiedl am See reduziert zudem die Gästeanzahl bei Veranstaltungen jeglicher Art: drinnen maximal 100, draußen 250 das ist strenger als der Bund. Niederösterreich verringert in den roten Bezirken in geschlossenen Räumen auf 250 Personen, im Freien auf 1.000 Personen (mit zugewiesenen Plätzen).

Salzburg erlässt für rote Bezirke ein komplettes Veranstaltungsverbot also praktisch im gesamten Bundesland, weil nur noch die Stadt Salzburg und der Lungau (Bez. Tamsweg) orange sind. Turnhallen werden für den außerschulischen Bereich geschlossen. Sportveranstaltungen im Rahmen nationaler oder internationaler Wettbewerbe sind erlaubt, aber nur im Freien darf es Besucher geben (maximal 1.500 bei fixen Sitzplätzen) In Salzburg müssen sich Lokalbesucher registrieren, die Sperrstunde liegt (wie in Tirol und Vorarlberg) bei 22 Uhr.

Heime

Auch hier können die Länder eigene Maßnahmen setzen. Fix gilt das bereits in der Steiermark mit eigener Corona-Ampel für Pflegeheime: Für die roten Bezirke Leoben und Voitsberg heißt das unter anderem eingeschränkte Besuchszeiten von maximal 20 Minuten, sogar Besuchsverbote sind möglich. Besucher müssen auch im Freien Mund-Nasen-Schutz verwenden.

 

eine Newsletter Anmeldung Platzhalter.

Wir würden hier gerne eine Newsletter Anmeldung zeigen. Leider haben Sie uns hierfür keine Zustimmung gegeben. Wenn Sie diesen anzeigen wollen, stimmen sie bitte Piano Software Inc. zu.

Um diesen Artikel lesen zu können, würden wir Ihnen gerne die Anmeldung für unser Plus Abo zeigen. Leider haben Sie uns hierfür keine Zustimmung gegeben. Wenn Sie diese anzeigen wollen, stimmen sie bitte Piano Software Inc. zu.

Jederzeit und überall top-informiert

Uneingeschränkten Zugang zu allen digitalen Inhalten von KURIER sichern: Plus Inhalte, ePaper, Online-Magazine und mehr. Jetzt KURIER Digital-Abo testen.