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Chronik Österreich
01/17/2022

15.717 Neuinfektionen in Österreich

Das bedeutet einen neuen Rekordwert für Montag. Zudem wurden zwei neue Todesfälle im Zusammenhang mit einer Covid-19-Infektion gemeldet.

Die Omikron-Welle lässt die Neuinfektionszahlen weiterhin stark steigen und führte nach einem Allzeit-Hoch am Sonntag nun auch zu einem Montagsrekord-Wert. Die Ministerien meldeten zum Wochenbeginn 15.717 Neuinfektionen binnen 24 Stunden. So viele gab es noch nie an einem Montag. Außerdem müssen wieder mehr Covid-19-Patienten in den Spitälern behandelt werden - am Montag waren es um 51 mehr als am Vortag. Zwei weitere Todesfälle wurden registriert.

Bisher gab es in Österreich 1.459.306 positive Testergebnisse. Mit heute sind österreichweit 13.922 Personen an den Folgen des Corona-Virus verstorben und 1.304.003 wieder genesen.

212 auf der Intensiv

Derzeit befinden sich 934 Personen aufgrund des Corona-Virus in krankenhäuslicher Behandlung. Davon werden 212 auf Intensivstationen betreut.

Neue Rekordwerte

In der vierten Welle im November waren an einem Montag - dem 22. November - 13.806 neue Fälle registriert worden, der bisherige Rekordwert. Die heutigen 15.717 Neuinfektionen lassen den Sieben-Tage-Schnitt auf nunmehr 15.583 ansteigen. Zum Vergleich: Vor einer Woche, am 10. Jänner, gab es 10.804 Neuinfektionen, damals lagen mit 935 Spitalspatientinnen und -Patienten fast gleich viele im Krankenhaus wie heute. Hier meldeten Innen- und Gesundheitsministerium 934 Infizierte in stationärer Behandlung. Die meisten zusätzlichen Patienten gab es seit Sonntag mit jeweils 14 in Wien und in Tirol. In diesen beiden Bundesländern müssen in absoluten Zahlen auch die meisten Covid-19-Infizierten auf Normalstationen behandelt werden. In Wien waren es am Montag 298, in Tirol 127. Auf den Intensivstationen gibt es mit österreichweit 212 Schwerkranken gleich viele wie am Vortag. Innerhalb der vergangenen Woche ist die Zahl der Intensivpatienten um 52 zurückgegangen.

Einen Rekordwert gab es auch bei der Sieben-Tage-Inzidenz, sie betrug zu Wochenbeginn nunmehr 1.221,1 pro 100.000 Einwohner. Österreichweit gab es 141.381 bestätigte aktive Fälle. Das sind um 10.000 Fälle mehr als die Tiroler Landeshauptstadt Innsbruck Einwohner hat und beinahe doppelt so viele wie noch vor einer Woche. Am 10. Jänner waren es 77.047 dokumentierte aktiv Infizierte gewesen.

Das Bundesland mit der höchsten Sieben-Tage-Inzidenz ist derzeit Salzburg mit 2.095. Dahinter folgen Tirol, Wien und Vorarlberg (1.817,4, 1.680,9 bzw. 1.142,2), vierstellig ist auch Oberösterreich (1.030,3). In Niederösterreich betrug die Inzidenz am Montag 961,7, in der Steiermark 734,4, in Kärnten 732,6 und im Burgenland 582,4.

Die Neuinfektionen in Bundesländern

  • Burgenland: 237
  • Kärnten: 611
  • Niederösterreich: 2.385
  • Oberösterreich: 2.270
  • Salzburg: 1.428
  • Steiermark: 1.172
  • Tirol: 2.100
  • Vorarlberg: 747
  • Wien: 4.767

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Impfstatus in Österreich

Seit 27. Dezember 2020 wird auch in Österreich geimpft. Der Impfstart gab vielen Menschen Hoffnung, bald wieder in ihr altes Leben zurückkehren zu können. Doch bis die Impfung auch eine kritische Masse erreicht, ist noch etwas Geduld gefragt. 

Das zeigen die täglich veröffentlichten Impfzahlen des Gesundheitsministeriums, die seit Mitte Jänner tagesaktuell veröffentlicht werden. Die derzeit kommunizierte Zahl zeigt jedoch nicht den präzisen Stand der aktuell geimpften Personen, sondern lediglich einen "Näherungswert". 

Die folgende Grafik zeigt die 7-Tages-Inzidenz für ganz Österreich, heruntergebrochen auf Bezirksebene.

Die sogenannte Inzidenz gilt als wichtiger Richtwert in der Pandemiebekämpfung. Die Sieben-Tage-Inzidenz gibt die Zahl der Neuinfektionen innerhalb der vergangenen sieben Tage pro 100.000 Einwohner an. Die 14-Tages-Inzidenz wird herangezogen, um langfristige Tendenzen besser darstellen zu können.

In Deutschland etwa liegt die zulässige Obergrenze bisher bei 50 Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner innerhalb einer Woche. In Österreich ist eine solche Grenze nicht genau definiert. In der Corona-Ampel wird eine Region auf Rot gestellt, wenn es eien "hohe kumulative 7-Tages-Inzidenz relativ zur Bevölkerungsgröße" gibt. 

Todesfälle in Österreich

Testungen und Anteil positiver Tests

Steigen die Zahlen nur, weil wir mehr testen? Diese Frage beschäftigte vor allem im Sommer die Corona-sensibilisierte Öffentlichkeit. Eine Antwort darauf kann die Positivrate bei den Testungen liegen. War diese im Sommer bei rund fünf Prozent, so landete sie im Herbst bei bis zu 25 Prozent. Wären steigende Neuinfektionszahlen nur auf vermehrte Tests zurückzuführen, dürfte sich der Anteil positiver Tests eigentlich nicht ändern. 

Klicken Sie in die Kurve, um die genauen Anzahl der täglich neuen Testungen zu sehen. 

Internationaler Vergleich

Schauen Sie selbst, wo sich Österreich im internationalen Vergleich in Sachen Infektionsgeschehen befindet. 

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