Chronik | Österreich
09.08.2017

13-Jähriger nach Unwetter tot: Obduktion zeigt Blutungen im Herz

Der Bub befand sich mit der Feuerwehr auf Jugendcamp und war nach einem Unwetter reglos am Boden liegend gefunden worden.

Das Obduktionsergebnis nach dem Tod eines 13-jährigen Niederösterreichers während eines Unwetters am vergangenen Wochenende im obersteirischen St. Georgen am Kreischberg liegt vor: Der Bub hatte Einblutungen im Herzmuskel. Unklar sei aber noch, ob diese auf eine Herzmuskelentzündung oder auf die langen Reanimationsmaßnahmen zurückzuführen sind, so Staatsanwältin Carolin Weissenbacher am Mittwoch.

Die Gerichtsmedizin stellte bei dem jungen Feuerwehrmann ansonsten keine Verletzungen fest: Die Halswirbelsäule war intakt, es gab keine Anzeichen für einen Blitzunfall oder Stromschlag und auch sonst wurden keine Anzeichen für äußere Gewalteinwirkung gefunden. Vom Herzmuskel wurden nun Proben entnommen, um festzustellen, ob der 13-Jährige eine Herzmuskelentzündung hatte. Diese Ergebnisse dürften erst in etwa vier Wochen vorliegen, sagte Weissenbacher auf APA-Anfrage. Die Leiche des Buben wurde mittlerweile für die Bestattung freigegeben.

Das Kind war vergangene Woche mit 29 anderen Buben und Mädchen bei einem Jugendlager von mehreren Feuerwehren aus dem niederösterreichischen Bezirk Gänserndorf. Freitagabend zog ein schweres Gewitter über den Campingplatz. Eines der Zelte musste evakuiert werden. Kurze Zeit später wurde der 13-Jährige reglos von seinen Kameraden am Boden liegend gefunden. Trotz Reanimation, die mehr als eine Stunde lang durchgehalten wurde, starb der Niederösterreicher im Krankenhaus.