Zweite Linzer Straßenbahnachse

Ein Gipfel der Stadt mit dem Land soll den Bau und die Finanzierung der zweiten Linzer Straßenbahn-Achse sichern.

Für Verkehrs-Landesrat Hermann Kepplinger ist die Umstellung der Mühlkreisbahn auf eine Straßenbahn alternativlos und faktisch fix. Hauptgrund ist für ihn, dass die ÖBB die geplante City-S-Bahn, die den Mühlkreisbahnhof mit dem Hauptbahnhof verbinden soll, in den vergangenen 15 Jahren nicht finanziert haben und "auch in den nächsten 15 Jahren nicht finanzieren werden".
Alternative ist für ihn eine zweite Linzer Straßenbahnachse. Ihr Verlauf: Vom Mühlkreisbahnhof über die Eisenbahnbrücke zur Tabakfabrik, über die Gruberstraße zum Krankenhausviertel. Bei der Prinz-Eugen-Straße soll sie sich teilen: Ein Ast führt zum Hauptbahnhof, der andere über die Lastenstraße und den Frachtenbahnhof zur Herz-Jesu-Kirche, wo sie in die bestehende Linie einmündet.
Kepplinger sieht in den beiden Vorhaben ein "Jahrhundertprojekt", dessen Gesamtkosten er mit 500 Millionen Euro beziffert. Die Finanzierung soll über einen Zeitraum von 30 bis 50 Jahren erfolgen. Im Herbst soll es einen Gipfel zwischen der Stadt Linz und dem Land Oberösterreich geben, der einen gemeinsamen Planungsauftrag erteilt und einen gemeinsamen Lenkungsausschuss nominiert.
Der Bau der zweiten Straßenbahnachse müsse vom Bund zur Hälfte finanziert werden, sagt Kepplinger. Linz fordert eine Gleichbehandlung mit Wien, wo der Bund die Hälfte des U-Bahn-Baus zahlt. Derzeit zahlt der Bund den Städten nichts.

( Kurier ) Erstellt am 05.12.2011