Blechproduktion in der Linzer voestalpine

© APA/HANS KLAUS TECHT

Wirtschaft

Zuversicht in der Industrie steigt

Die hohe Energiekosten bleiben Herausforderung.

von Josef Ertl

01/21/2023, 05:00 AM

Das Umfeld für das heurige Jahr bleibe zwar herausfordernd, aber der befürchtete Einbruch dürfte ausbleiben. „Die Zuversicht, dass 2023 ein Durchschnittsjahr werden könnte und keine tiefe Rezession folgt, ist deutlich gestiegen, die Anspannung bleibt jedoch hoch“, sagt Stefan Pierer, Präsident der oberösterreichischen Industriellenvereinigung, Chef der Pierer Mobility AG und Vorstandsvorsitzender der KTM AG.

Gefahr der Deinstrialisierung

Die hohen Energiekosten in Europa seien die Hauptgefahr für eine schrittweise Deindustrialisierung des Kontinents. Sollten die Energiepreise länger bei einem Mehrfachen des nordamerikanischen und asiatischen Niveaus bleiben, komme es unweigerlich zur Verlagerung von Produktionen in andere Weltregionen.

Der Arbeitskräftemangel bleibe auch 2023 das dominierende Thema. „Es ist enttäuschend, dass die Regierungsklausur der Bundesregierung keine rasche Lösung für eine Attraktivierung von Arbeit im Regelpensionsalter sowie der Überstundenbesteuerung gebracht hat. Die Argumente der grünen Bedenkenträger sind völlig aus der Zeit gefallen. Weder nehmen Alte den Jungen Jobs weg noch führen mehr Überstunden zu mehr Arbeitslosigkeit.“

Arbeitskräftemangel

In den nächsten zwölf Jahren würden österreichweit rund 540.000 Fach- und Arbeitskräfte fehlen. Pierer: „Ich gehe nicht davon aus, dass die Grünen dafür verantwortlich gemacht werden wollen, wenn es zu weiteren Leistungseinschränkungen in der Medizin, der Pflege, in den Schulen, in Hotellerie oder es zu weiteren Verlagerungen der Industrie in s Ausland kommt.“

Steuer-Anreize

Unser Wohlstand lasse sich angesichts des demografischen Wandels nur durch Mehrleistungen der heimischen Bevölkerung und durch qualifizierte Zuwanderung erhalten. Freiwillig etwas mehr zu arbeiten hätte viele positive Aspekte nicht nur am Arbeitsmarkt, sondern auch für den Staatshaushalt und die Finanzierung des Sozialsystems. Deshalb müsse das Steuersystem Anreize zum Arbeiten und nicht zum Nichtarbeiten geben.

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