Mendy Swoboda kämpft am heutigen Final-Sonntag um Medaille

© /Josef Derflinger

Linz
10/30/2016

WM zeigt Grenzen auf

Fulminantes Sportfest lässt auch Kritik an den Linzer Sportstätten laut werden.

von Wolfgang Atzenhofer

Es ist ein Sportfest der Extraklasse, das Linz derzeit erlebt. Die Karate-Weltmeisterschaft endet heute mit dem Finaltag in der Tips Arena. Österreichische Kämpferinnen spielten gestern in der Weltspitze Hauptrollen und holten sogar einen WM-Titel. Für das heutige Finale ist im Para-Bewerb mit dem Oberösterreicher Mendy Swoboda der Silbermedaillengewinner im Kanu-Bewerb bei den Paralympics im Kata-Bewerb zu sehen.

Angesichts der sportlichen Erfolge und des Riesenspektakels mit 2500 Athleten und Betreuern aus 129 Nationen dürfen sich die Organisatoren um OK-Chef Ewald Roth auch über großes Publikumsinteresse an den Finaltagen freuen. Die WM erhielt bereits viel Lob.

Zugleich zeigte das Mega-Event auch die Defizite der Sportstadt Linz auf. Um das zukünftige Angebot an Sportstätten ist eine politische Diskussion ausgebrochen. ÖVP-Vizebürgermeister Bernhard Baier möchte mit der rot-blauen Rathausmehrheit eine Grundsatzdiskussion führen und fordert einen Masterplan. "Es ist Tagesgespräch bei den Linzern, dass Fußballklubs außerhalb der Stadt spielen müssen", verweist er auf das Cup-Match von Blauweiß Linz in Wien oder das Exil des Lask in Pasching.

Infrastruktur

Im Umfeld der Karate-WM wurden auch die Technik-Mängel der Tips-Arena und der Parkplatzmangel beim Gugl-Stadion schmerzlich aufgezeigt. Disziplinen wie Eishockey, Hallenvolleyball oder Handball würden an suboptimalen Sportstätten leiden, so Baier. "Man verweigert das Erkennen von Problemen", kritisiert er die SPÖ.

Kern der ÖVP-Idee wäre das Gugl-Areal in ein gewinnträchtiges Wohngebiet umzuwandeln. 70 bis 80 Mio. Euro wären für neue Sportstätten und das Stadtbudget zu lukrieren, heißt es.

SPÖ-Sportstadrätin Karin Hörzing will sich die Qualität des Linzer Sports und die Arbeit in den Vereinen nicht madig machen lassen. "Für die fulminante WM, die alle Stückerl spielt, habe ich nur Lob gehört. Und bei der letzten Olympiade waren so viele Linzer Athleten wie noch nie dabei", sagt sie. Mit Willen zum Konsens sei die als Mehrzweckstadion ausgelegte Gugl auch sehr wohl als Fußballarena tauglich, ist sie überzeugt.

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