"Wir begrüßen Präsident Faymann!"

Alle lachten: Eisner (Ohlstorf), Faymann, Helle (Desselbrunn) (v.l.).
Foto: Gottfried Fellner

Ein Versprecher der Desselbrunner Ortschefin Hille sorgte unter den 120 Bürgermeisterinnen für Heiterkeit.


Liebe Kolleginnen, wir begrüßen unseren Herrn Bundespräsident Werner Faymann!", freute sich Desselbrunns Bürgermeisterin Ulrike Hille, als sie Freitagnachmittag im Hotel Weinberg in Regau zur Eröffnung der österreichischen Bürgermeisterinnen-Tagung den Bundeskanzler willkommen hieß. Die Ortschefinnen schmunzelten - und Ulrike Hille besserte ihren Fehler sofort aus: "Wir Frauen geben Fehler zu, der Bundespräsident' war ein Fehler, und dafür entschuldige ich mich." Werner Faymann nahm's humorvoll und küsste Bürgermeisterin Hille.

Zufriedener Kanzler

Faymann, der sich unter so vielen Ortschefinnen sichtlich wohlfühlte: "Es gibt noch weniger Bürgermeisterinnen, als ich befürchtete. Meine Damen, ich schätze ihre engagierte Arbeit, gerade im sozialen Bereich ist ihr Tun besonders wichtig. Sie als Bürgermeisterinnen haben es in ihren Ämtern aber besonders schwer, denn in vielen Gemeinden fehlt das Geld. Und das wird noch länger so sein, fürchte ich. Gerade deshalb mein Dank an Sie, dass Sie für Ihre Mitmenschen aktiv sind." Der Kanzler erachtete das Miteinander in den Kommunen als unabdingbar, um die künftigen Aufgaben besser bewältigen zu können.
Seine Freude über so viele Kolleginnen in seiner Gemeinde konnte und wollte Regaus Bürgermeister Peter Harringer nicht verbergen: "Ich fühle mich sehr wohl unter so vielen engagierten Frauen, fühlt auch ihr euch wohl in der Gemeinde Regau und im Salzkammergut."

Drei Tage gemeinsam

Ein Mal im Jahr und zwar immer in einem anderen Bundesland treffen einander die 120 Bürgermeisterinnen Österreichs und verbringen - über alle Parteigrenzen hinweg - gemeinsam drei Tage zum Erfahrungen-Austauschen und Netzwerken. Zum fünften Bürgermeisterinnen-Treffen lud heuer Oberösterreich ein - als Organisatorinnen ernteten die drei Bürgermeisterinnen Ulrike Hille (Desselbrunn), Pauline Sterrer (Rüstorf) und Christine Eisner (Ohlsdorf) schon im Vorfeld großes Lob von ihren Kolleginnen, die von der Grünen Landtagsabgeordneten Ulrike Schwarz und der Zweiten Landtagspräsidentin Gerda Weichsler-Hauer ("Wir sind unsere eigenen Päpstinnen") im Salzkammergut begrüßt wurden.

Besichtigungen

Das Programm war dicht gedrängt und vermittelte einen guten Einblick ins Salzkammergut. Besucht wurden unter anderem die Schokoladenmanufaktur Kibler in Frankenmarkt und Tostmann Trachten in Seewalchen. Am Samstag gab's alternierend eine Fahrt auf den Krippenstein oder eine Besichtigung von Hallstatt und Bad Ischl sowie am Abend eine Schifffahrt auf dem Traunsee mit einem Empfang von Landeshauptmann Josef Pühringer und dem Ausklang in der Gmundner Weinstube Spies. Letzter Programmpunkt des Bürgermeisterinnen-Treffens war eine Besichtigung der Gmundner Keramik und ein Stadtrundgang in Gmunden.

Treffen

Am Rande der Tagung kam es auch zu Treffen mit Vertretern der Wirtschaft, des Gemeindebundes und der Politik, quasi als Zeichen der Wertschätzung für die Frauen in der Politik. Wie meinte doch Oscar Fingale: "Der wachsende Einfluss der Frauen ist das einzig Beruhigende an unserem politischen Leben ..."

(kurier) Erstellt am
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