Teilweise leere Autobahnen

© EPA/FOCKE STRANGMANN

Chronik Oberösterreich
04/24/2020

Verkehr auf der A1 ging um ein Drittel zurück

In Traun 40.000 Fahrzeuge täglich weniger unterwegs.

von Josef Ertl

Auf Österreichs Autobahnen und Schnellstraßen waren heuer im März um 39 Prozent weniger Fahrzeuge unterwegs als im März des Vorjahres, wie eine Analyse des Verkehrsclubs Österreich (VCÖ) zeigt. Auch in Oberösterreich ging die Verkehrsbelastung stark zurück. So waren auf der A1 bei Traun täglich um rund 40.500 Fahrzeuge weniger unterwegs als im März des Vorjahres, auf der A7 bei Bindermichl nahm der Verkehr um rund 32.500 Fahrzeuge pro Tag ab.

248 Zählstellen

248 Zählstellen der Autobahnbetreibergesellschaft Asfinag zeigen, dass im März im Schnitt um 39 Prozent weniger Fahrzeuge unterwegs waren als im März des Vorjahres. An Werktagen nahm der Verkehr im Schnitt um 36 Prozent ab, an den Wochenenden sogar um 48 Prozent. Aufgrund der umfassenderen Maßnahmen in Tirol und Vorarlberg war dort der Rückgang der Verkehrsbelastung am stärksten.

Rückgang auf allen Abschnitten

In Oberösterreich nahm der Verkehr auf der A1 um mehr als ein Drittel ab. Bei Traun ging die tägliche Verkehrsbelastung von 110.700 im März des Vorjahres auf 70.200 im heurigen März zurück. Auf der A7 bei Bindermichl reduzierte sich das tägliche Verkehrsaufkommen von 97.000 auf 64.400 Kfz. Auf der A8 wurden bei Krenglbach mit 35.700 um rund 17.700 Fahrzeuge pro Tag weniger gezählt als im März des Vorjahres. Und auf der A9 nahm der Verkehr bei Schölldorf von 27.200 pro Tag auf 17.600 ab. Auf allen Autobahnen war der Verkehrsrückgang am Wochenende stärker als unter der Woche, wie die VCÖ-Analyse zeigt.

Weniger Lärm, weniger Abgase, weniger Staus

Der Verkehrsrückgang führte zu weniger Lärm, weniger Abgasen und weniger Staus. Daten des Umweltbundesamts zeigen, dass die gesundheitsschädliche Stickoxidbelastung entlang von Straßen deutlich zurückgegangen ist. "Die Politik ist zum Schutz der Gesundheit der Anrainerinnen und Anrainer gefordert, rasch Maßnahmen zu setzen, damit es nach dem Neustart nicht zu den gleichen Verkehrslawinen kommt wie vor der Coronakrise", sagt VCÖ-Experte Michael Schwendinger fest. Der VCÖ fordert einen massiven Ausbau des öffentlichen Verkehrs.

 

 

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