Top-Performer in der Alu-Branche: Neue Expansionpläne mit Ziel 2020

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Foto: Amag Die Innen- und Außenfassenden der Außenstelle des Louvre im nordfranzösischen Lens sind  aus Aluminium der AMAG.

Die AMAG profitiert von der weltweiten Nachfrage nach dem Leichtstoff.

Für den Aluminiumhersteller AMAG läuft es sehr gut. Der Aktienkurs stieg im vergangenen Jahr – die  Dividende miteinberechnet –   um 59 Prozent. „Wir haben in den vergangen sieben Quartalen die Erwartungen immer leicht übertroffen. Das schafft Vertrauen“, sagt Generaldirektor Gerhard Falch im Gespräch mit dem KURIER. „Wir sind in der Alu-Branche der Top-Performer.“

Während die momentane Expansion Schritt für Schritt vollzogen wird, erarbeitet der Vorstand  eine neue Strategie mit der Zielrichtung  2020. Diese will Falch noch nicht der Öffentlichkeit preisgeben, denn er geht damit zuerst in den Aufsichtsrat. Weltweit wächst der Alu-Markt jährlich um fünf bis  sechs Prozent.

Autos aus Alu

amag2.jpg Foto: Alfred Reiter Die Erfolge des Ranshofener Paradeunternehmens können sich sehen lassen. Die Premiumhersteller wie Audi, Mercedes und BMW erhöhen in den neuen Modellen den Aluminiumanteil von vier auf 24 Prozent.
 „Damit verkaufen wir sechs Mal so viel Aluminium wie bisher“, so Falch. Erstmals wurde für Mercedes eine komplett gefertigte Kofferraummulde hergestellt, zu 90 Prozent aus recyceltem Material.  „Wir  waren dazu als Einzige   weltweit in der Lage.“

Zum ersten Mal wurden Achsteile aus Aluminium hergestellt.  „Ich habe  mir das vor fünf Jahren  auch  nicht vorstellen können. Das waren bisher Gussteile. Damit könnte sich möglicherweise eine  völlig neue Entwicklung ergeben. Die große Kunst ist die Legierung. Es geht um hohe Festigkeit, die in Widerspruch zur Verformbarkeit steht.“ Die Innen- und Außenfassade der Außenstelle des Louvre-Museums im nordfranzösischen Lens wurde auch aus AMAG-Aluminium produziert (siehe Bild oben). Die verkleidete Fläche beträgt 30.000 Quadratmeter.

Nicht nur die Autoindustrie greift wegen des leichteren Materials und dem damit verbundenen geringeren Verbrauch zu Alu. Auch die Flugzeugindustrie setzt zunehmend auf Aluminium.  „Bis 2030 werden weltweit 27.000 neue Flugzeuge benötigt“, sieht Falch hier einen großen neuen Markt für sein Unternehmen.


„Es reicht“ 

Er selbst wird 2014 als Generaldirektor ausscheiden. Warum? „Weil ich heuer 65 werde. Es reicht. In den sechs Jahren, in denen ich hier war, waren die vergangene fünf die besten der Unternehmensgeschichte. Die Leute sollen sagen, schade, dass er aufhört.“

Er werde dem Unternehmen in anderer  Funktion erhalten bleiben. Weiters ist Falch Aufsichtsratsvorsitzender der Energie AG und Aufsichtsrat  der Intertrading.
Die momentane Ausbaustufe der AMAG läuft auf vollen Touren. 220 Millionen Euro werden im Zeitraum   von drei Jahren (2012–2014) investiert. Zusätzlich zu den jährlich 45 Millionen, die zur Qualitätsverbesserung eingesetzt werden. „Nur höchste Qualität lässt sich am Markt gut verkaufen.“

Ein Drittel der Investitionen geht an regionale Firmen, die damit vom AMAG-Aufschwung ebenfalls profitieren. Die neue Lagerhalle steht bereits.  Mit der erhöhten Kapazität können größere und dickere Platten und breitere Bleche hergestellt werden. Die 1500 Mitarbeiter werden aufgestockt. Im vergangenen Jahr wurden bereits 25 Lehrlinge aufgenommen, das Jahr zuvor waren es 15. Heuer sollen es noch einmal mehr werden.

(Kurier) Erstellt am
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