Erste Jungstörche in OÖ: Sie nisten auf Funkmast der ÖBB
Störche nisten wieder in Perg
Zusammenfassung
- Erste Jungstörche Oberösterreichs sind am ÖBB-Funkmasten in Perg geschlüpft, wo ein Storchenpaar seit sechs Jahren nistet.
- Eine eigens angefertigte Plattform schützt das Nest, die technische Infrastruktur und ermöglicht weiterhin den Betrieb der Funktechnik.
- Das Nest steht unter Naturschutz, wurde mit Behörden abgestimmt und kann per Storchenkamera online beobachtet werden.
Signale der anderen Art kommen seit neuestem von Funkmasten der ÖBB am Bahnhof Perg. Hier sind die ersten Jungstörche Oberösterreichs geschlüpft.
Seit sechs Jahren
Schon seit sechs Jahren hat ein Storchenpaar den 26 Meter hohen Mast als Zuhause ausgewählt. Die Tiere lieben freie Sicht und hohe Landeplätze. Um ihren Lebensraum langfristig zu sichern, wurde auf dem Mast eine eigens angefertigte Plattform montiert, berichteten die ÖBB am Freitag.
Diese Plattform dient als stabile Unterlage für das Nest, schützt die technische Infrastruktur vor Verunreinigungen und stellt gleichzeitig sicher, dass die Funktechnik weiterhin betriebssicher genutzt werden kann.
Nest unter Naturschutz
Die ÖBB arbeiteten eng mit Behörden und Naturschutzorganisationen zusammen. Denn sobald sich Störche ansiedeln, steht ihr Nest unter Naturschutz und muss im Originalzustand erhalten bleiben. In Perg wurde es vor Beginn der Brutsaison im März mit einem Autokran vorsichtig heruntergehoben, damit Fachkräfte die speziell angefertigte Plattform und auch die zuvor abgenommenen Antennen wieder montieren konnten. Eine Umsiedelung der Tiere war in Perg nicht möglich.
Während des ersten Lebensmonats werden die Jungtiere ständig von einem Elternteil bewacht. Nach etwa zwei Monaten werden sie flügge, bleiben aber noch einige Wochen bei den Eltern.
Storchenkamera installiert
Sind sie dann selbstständig, trennen sich die Jungstörche von den Eltern und schließen sich ab Anfang August erstmals den Zugbewegungen Richtung Süden an. Die Elterntiere - Störche werden bis zu 20 Jahre alt - bleiben oft den Winter über hier. Die fünf Storchenbabys kann man über die ÖBB-Storchenkamera beobachten, unter http://infrastruktur.oebb.at/stoerche zeigen auch Bildergalerien das Leben im Nest am Bahnhof Perg - vom Nestbau über die Brutzeit bis hin zur Aufzucht der Jungtiere.
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