Mehr Störche im Burgenland und bis zu 1.500 Euro für jeden Horst

Das Burgenland unterstützt weiterhin die Errichtung und Instandsetzung von Storchennestern. Pro Standort sind bis zu 1.500 Euro Förderung möglich.
Ein Storch füttert sein Junges im Nest.

Das Burgenland fördert weiterhin die Errichtung und Instandsetzung von Horsten für den Weißstorch. Seit 2019 steht dafür eine finanzielle Unterstützung zur Verfügung. Heuer sind insgesamt 10.000 Euro vorgesehen, wobei pro Standort bis zu 1.500 Euro gefördert werden können. Unterstützt werden Privatpersonen, Vereine und Gemeinden.

Der Storchenbestand im Bundesland entwickelt sich unterdessen positiv, erklärte Landeshauptmann-Stellvertreterin Anja Haider-Wallner am Dienstag in einer Aussendung.

Im Jahr 2024 wurden im Burgenland 584 Brutpaare mit 1.030 Jungvögeln gezählt. 2020 waren es noch 385 Brutpaare mit 797 Küken. Das Burgenland beherberge damit die meisten Störche im Vergleich zu allen österreichischen Bundesländern. „Die aktuellen Höchststände zeigen, dass sich die Storchenpopulation nach den Verlusten der vergangenen Jahrzehnte wieder gut erholt hat“, so Haider-Wallner, die für den Naturschutz zuständig ist.

Der Weißstorch ist in der EU-Vogelschutzrichtlinie gelistet und zählt auch nach dem Burgenländischen Naturschutz- und Landschaftspflegegesetz zu den besonders geschützten Tierarten. „Insgesamt ist die Entwicklung sehr erfreulich. Damit das auch langfristig so bleibt, müssen wir aber vor allem extensiv bewirtschaftete Feuchtwiesen erhalten“, erklärte Haider-Wallner.

Sie verwies zudem auf den Klimawandel, der sich auf das Zugverhalten der Störche auswirke. Weißstörche kehrten heute früher aus ihren Winterquartieren zurück. Besonders deutlich sei dies bei westwärts ziehenden Populationen zu beobachten, die über Gibraltar fliegen und teilweise bereits in Westeuropa bis Vorarlberg überwintern. Diese Populationen legen kürzere Zugrouten zurück und zeigen Verschiebungen der Zugzeiten.

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