© OÖVP/Max Mayrhofer

Chronik Oberösterreich
05/22/2021

Industriellen Kern erhalten, Klimaschutz als Chance

Oberösterreich ist aufgrund der starken Industrie gut durch Krise gekommen, findet Landeshauptmann Thomas Stelzer.

von Josef Ertl

„Wir wollen Oberösterreich gestärkt aus der Krise herausführen und eine international wettbewerbsfähige Region sein. Mit dem Ziel, zu den stärksten Industrieregionen Europas aufzuschließen.“ So formuliert Landeshauptmann Thomas Stelzer sein Ziel für die nächsten Jahre. Dabei sei längst klar, dass die großen Konkurrenten der europäischen Produzenten in Asien, den USA und Südamerika zu suchen seien. Der industrielle Kern in Oberösterreich und in Europa müsse erhalten bleiben, das sei auch der Grund, warum Oberösterreich jetzt vergleichsweise besser durch die Krise gekommen sei.

Renaissance der europäischen Industrie notwendig

„Wir brauchen eine Renaissance der europäischen Industrie und entsprechend ausgerichtete Standortstrategien.“ Gleichzeitig müsse aber die europäische Industrie den Klima- und Umweltschutz als Chancenfelder begreifen und im Sinne der Verantwortung für die nächsten Generationen stetig weiterentwickeln. In den Segmenten Umweltschutz, Energieeffizienz und Öko-Innovationen zählten oberösterreichische Firmen jetzt schon zur Weltspitze.

Europa fällt gegenüber China zurück

Wolfram Elsner, Professor für Wirtschaftsforschung an der Universität Bremen, nahm auf Einladung der ÖVP an der Pressekonferenz Stelzers teil. Er sieht die Entwicklung Europas im Vergleich zu jener Chinas kritisch. „Europa war zu lange Europa-zentriert und Europa-verliebt. Wir haben Veränderungen in China seit den 1950er-Jahren oder wenigstens seit den 1980ern zu lange ignoriert und fallen nun in eine falsche, äußerlich kritisierende, Wert-imperiale, in Wirklichkeit aber wenig informierte und defensive Haltung. Wir müssen China ernst nehmen in seinen Angeboten zur Zusammenarbeit.“ Ausländische Unternehmen (USA, EU) würden stetig verbesserte (reale und finanzielle) Investitionsbedingungen melden. Und deutsche Hightech-Firmen (Siemens, SAP, Bosch, Telekom etc.), generierten inzwischen das meiste neue technologische Wissen in China.“

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