Chronik | Oberösterreich
11.03.2018

SPÖ in der Schule des Widerstands

Erinnerung.Die Sozialdemokraten gedenken heute des Nazi-Einmarschs vor 80 Jahren.

In der Nacht von 11. auf 12. März 1938 wurde eines der dunkelsten Kapitel der österreichischen Geschichte eingeläutet. Deutsche Truppen marschierten unter der Führung von Adolf Hitler ein und lösten das austrofaschistische Ständeregime ab. Es begann die Schreckensherrschaft der Nationalsozialisten, denen Hundertausende von Menschen beim Einmarsch 1938 noch zujubelten.

Und dennoch wurde auch Widerstand geleistet.

Die SPÖ Oberösterreich gedenkt heute am Sonntag, den 11. März 2018, dem Anschluss Österreichs. Mit einer Matinee unter dem thematischen Schwerpunkt "Widerstand – damals und heute". Beginn ist um 10 Uhr im Central (Linz, Landstraße 36). "Gemeinsam wollen wir uns mit der Frage auseinandersetzen, was Widerstand eigentlich ist. Gleichzeitig werden wir uns mit unserem eigenen, ganz persönlichen sowie dem politischen Widerstand beschäftigen", sagt Landesparteivorsitzende und Landesrätin Birgit Gerstorfer.

Gegen das Sozialbudget

Bernd Dobesberger, Landesbildungsvorsitzender der SPÖ Oberösterreich, wird einen geschichtlichen Rückblick auf die Ereignisse im Jahr 1938 geben. Danach setzt sich Sabine Schatz als Sprecherin für Erinnerungskultur in der SPÖ-Nationalratsfraktion mit dem Themenbereich Widerstand auseinander. Und schließlich will Gerstorfer den Bogen zum aktuellen Widerstand am Beispiel des Sozialbudgets der Landesregierung spannen.

Haderer motiviert

Prominenter Gast der Matinee ist der Linzer Star-Karikaturist Gerhard Haderer, der – begleitet von jungen KünstlerInnen – aufzeigen will, wie in Kunst und Kultur Widerstand geleistet werden kann. Die erstmals der Öffentlichkeit präsentierten Werke sind in den Räumlichkeiten der "Schule des Ungehorsams" in der Linzer Tabakfabrik entstanden. "Die Kooperation zwischen Schule des Ungehorsams und SPÖ Oberösterreich hat perfekt funktioniert, es war ein unheimlich kreativer Prozess", so SPÖ-Landesgeschäftsführerin Bettina Stadlbauer.

Von Liedermacher, Autor, Schauspieler und Komponist Konstantin Wecker, der die Wichtigkeit des heutigen Widerstandes unterstreicht, wird eine Grußbotschaft eingespielt.

Musikalisch umrahmt wird das Programm durch die Gruppe Free Willy.