Maria Sausag

© Nik Fleischmann

Chronik Oberösterreich
04/02/2020

Seelsorgehotline am Klinikum Wels

Geistliche Schwestern der Klinikum-EigentümerInnen bieten spirituelle Begleitung an.

von Josef Ertl

„Uns als Seelsorgende ist es vor allem wichtig, trotz aller Einschränkungen für Patienten und Mitarbeiter am Klinikum Wels-Grieskirchen da zu sein“, erklärt Sr. Margareta Sausag stellvertretend für das gesamte Team. „Wir haben eine Seelsorge-Hotline eingerichtet und sind zwischen 10 und 16 Uhr erreichbar.“ Die Klinikum-Seelsorge versucht durch Zuhören und Anregungen die Zuversicht von besorgten Menschen zu stärken. „Auch für Angehörige von schwerkranken Menschen bieten wir telefonische Begleitung an.“

Gestärkt aus diesen Tagen hervorgehen

Wer sich einsam fühlt oder von Sorgen und Ängsten geplagt ist, soll Kontakt zu Ansprechpartnern wie den Seelsorgenden aufnehmen. „Sich selbst in einer Krisensituation wahrzunehmen, bedeutet schon einen Schritt aus der Krise zu wagen“, so Sr. Margareta. „Denn die eigene Bedürftigkeit zu spüren und zu benennen, ermöglicht Kommunikation und löst damit ein Stück Isolation.“ Die eigenen Grenzen zu erfahren, ist eine einschneidende, oftmals schmerzliche Erfahrung und bietet zugleich die Chance zu erleben, „… was im Leben wirklich wichtig ist, auf welche Werte es ankommt, was mir Sinn gibt und worin meine Lebenskraft steckt. Wenn sich das einprägt, ist dies ein großer Gewinn und ein Anker für künftige Zeiten.“


 

Neben der Gesundheitsversorgung betroffener Menschen zeichnet in der fordernden Zeit von Corona das Klinikum Wels-Grieskirchen als Ordensspital aus: „Dass die Menschen im Haus das Zusammenstehen spüren. Trotz Einschränkungen und wenig Begegnung mit den Ordensschwestern fühlen sie sich nicht alleingelassen, sondern getragen durch unser Gebet, aber auch durch unsere telefonische Erreichbarkeit oder den Austausch per E-Mail“, erklärt Sr. Agnes Rockenschaub, Hausoberin der Kreuzschwestern am Klinikum. „Jeder soll wissen: Positive Gedanken, die Freude und selbst das Lachen der Menschen finden Platz in diesen Tagen.“

Wer glaubt, gibt die Hoffnung nicht auf

Menschen, welchen Glaube und Gebet eine Stütze sind, fühlen sich weniger einsam oder alleingelassen. „Diese Menschen ermutigen sich gegenseitig, sprechen sich Mut und Hoffnung zu und gehen dadurch aus der Krise gestärkt hervor“, verdeutlicht Sr. Agnes. „Sie halten sich daran fest: Gott hat Jesus nicht im Tod gelassen, er hat ihn auferweckt und ins Licht geführt.“

 

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