Schüler fand Rohrbombe

Rohrbombe Finder David Wieshaider, Fund Sprengstoff Entschärfung Fischlham, OÖ
Foto: Petschenig/Picturenews.at David Wieshaider glaubte, die Bombe sei ein Wasserrohr.

Ein 15-Jähriger entdeckte auf einem Feld in Fischlham ein
Metallrohr mit Zündschnur. Der Sprengsatz wurde entschärft.

Papa, ich glaub’ ich hab’ eine Bombe gefunden.“ Mit diesem Anruf versetzte der 15-jährige David Wieshaider seinem Vater am Dienstag einen leichten Schock. Der Junior war beim Eggen auf dem Feld der Eltern in Fischlham auf einen rätselhaften Sprengsatz gestoßen.
„Ich bin auf dem Traktor gesessen und hab’ plötzlich ein Metallstück im Acker stecken gesehen“, erzählt der Landwirtschaftsschüler. Der junge Mann stieg ab und begutachtete das 21 cm lange bzw. 3,5 cm breite  Rohr, das an den Enden mit  Muttern verschraubt war. 

„Es hat ausgeschaut wie ein Stück Wasserleitung. Erst als ich die 30 cm lange Zündschnur gesehen hab’, ist mir bewusst geworden, dass  das etwas ganz Gefährliches sein könnte.“
Zu dem Zeitpunkt hielt er das Fundstück bereits in den Händen. Er ging vorsichtig mit dem Rohr bis zum Feldrand, wo er es sachte zu Boden legte. „Das war vielleicht nicht so gescheit“, betont der 15-Jährige. Mit dem Handy verständigte er den Vater, der sich auf seinem Hof aufhielt.

Gefährlich

Rohrbombe Fischlham, OÖ Roboter Sprengstoff Entschärfung Entschärfungsdienst Foto: Picturenews.at/Petschenig Ein Roboter der Polizei entschärfte den Sprengsatz.

Wieshaider Senior alarmierte die Polizei. Beamte des Postens Steinerkirchen erkannten die Gefahr und forderten ein sprengstoffkundiges Organ (SKO) an. Das Areal wurde großräumig abgesperrt und der Entminungsdienst des Bundeskriminalamts (BKA) verständigt. Die Experten begutachteten das Metallstück eingehend, dann wurde es von einem Spezial-Roboter geöffnet und entschärft. „Sie meinten, dass der Sprengsatz scharf war und es einen gewaltigen Kracher gemacht hätte, wäre er explodiert.“


Das Metallrohr wurde sichergestellt und der Spurensicherung des LKA übermittelt. Der Inhalt – 68 Gramm einer pyrotechnischen Substanz – wird nun einer chemischen Analyse unterzogen. Wer die gefährliche Bombe auf dem Feld deponiert hat, ist vorerst unklar.
„Es könnte sein, dass das Rohr einfach von seinem Auto aus auf das Feld geschleudert wurde“, glaubt David Wieshaider. Der Fundort liegt nur etwa 25 Meter von der Bundesstraße entfernt. Der Metallkörper dürfte noch nicht lange dort gelegen haben, er war nicht verrostet. „Vielleicht war es ein Überbleibsel von Silvester?“

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(kurier) Erstellt am
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