Reinthaler bei Staatsanwalt wegen Verhetzung angezeigt

LUDWIG REINTHALER
Foto: PICTURENEWS.AT PETSCHENIG Reinthaler sieht sich als „Opfer eines Missverständnisses“.

Der Welser Ludwig Reinthaler soll eine Neonazi-Hetzschrift aus dem Internet an mehrere Medien versandt haben. Der Wiener Anwalt Georg Zanger hat ihn angezeigt.

Der Welser Polit-Rabauke Ludwig Reinthaler ist wegen des Verdachts der Verhetzung bei der Staatsanwaltschaft  angezeigt worden. Der Wiener Anwalt Georg Zanger und der Linzer Datenforensiker Uwe Sailer werfen ihm vor, eine auf der Neonazi-Homepage  „Reichsbewegung.org“ veröffentlichte Hetzschrift via Internet an 45 Empfänger – darunter etliche Medien – versandt und mit eigenem Kommentar versehen zu haben.


„Dadurch wird deutlich, dass Reinthaler grundsätzlich Sympathien für den Inhalt des Textes hat und er bloß nicht die Macht hat, das Geforderte umzusetzen“, meint Uwe Sailer. Der Datenforensiker vermutet, dass  Reinthaler auch einige der Hintermänner der von einem amerikanischen Server aus agierenden Nazi-Homepage kennt.

Ultimatum

In dem achtseitigen Hetz-Artikel wird mit übelsten rassistischen Stereotypen gegen verschiedene Personengruppen agitiert.  Er richtet sich  „an alle raum-, wesens- und kulturfremden Ausländer in Deutschland, insbesondere Türken, Muslime und Negroide (Schwarze und Halbschwarze)“. Dem Pamphlet zufolge soll „die durch die korrupten, kriminellen und dem deutschen Volk gegenüber verräterischen jüdisch-freimaurerischen Politmarionetten der ’BRD’ (...) gestartete Völkervernichtung durch Rassenvermischung“ so schnell wie möglich rückgängig gemacht werden.


Bis 1. August 2012 hätten diese Personen das Land zu verlassen. Wer dann noch angetroffen wird, werde standrechtlich erschossen.
Reinthalers beigefügter Kommentar: „Sind wir froh, dass wir nicht in der BRD lebende Ausländer sind!!! Nur wer wird das exekutieren?“
Der 59-Jährige bestreitet die Vorwürfe und sieht sich als Opfer eines Missverständnisses: „Ich habe den Text an viele Medien geschickt, weil ich gehofft habe, dass sich vielleicht jemand findet, der die Hintermänner ausforschen kann.“

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(kurier) Erstellt am
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