Kreishauptmann Jiri Zimola, LH Dr. Josef Pühringer und LH-Stv. Josef Ackerl in Budweis, Tschechien

© Land OÖ/Kraml

Südböhmen
02/27/2013

Projekt: Autobahn nach Prag in weiter Ferne

Oberösterreich und Südböhmen bilden beim Verkehr eine gemeinsame Achse gegen Prag.

von Josef Ertl

Das Treffen von Oberösterreichs Landeshauptmann Josef Pühringer und seinem Stellvertreter Josef Ackerl gestern, Mittwoch, in Budweis mit den südböhmischen Kollegen war ernüchternd. Die Autobahnverbindnung von Prag nach Budweis und die anschießende Schnellstraße von Budweis bis zum Grenzübergang Wullowitz rücken in weite Ferne. „In Mittelböhmen gibt es bis heute keine Genehmigungen für die Trassierung“, erklärte der südböhmische Kreishauptmann Jiri Zimola.

Noch im Herbst 2012 hatte der damalige tschechische Verkehrsminister gegenüber den Oberösterreichern erklärt, dass die Autobahn 2018 und die Schnellstraße 2021 fertig sein würden. „Diese Zahlen sind mir nicht bekannt, ich glaube nicht daran“, so Zimola. Den damaligen Verkehrsminister gibt es nicht mehr, der neue Minister sprach nun vom Jahr 2200 (kein Tippfehler). Auf oö. Seite ist die Schnellstraße 2016 bis zur Grenze fertig. Landeshauptmann Pühringer sieht ein Problem im häufigen Wechsel der Minister. „Das ist nun schon der sechste in dieser Periode.“

Um den Verkehrsausbau trotzdem voranzutreiben, wird nun ein Gipfel mit allen Beteiligten auf höchster Eben angestrebt. Es sollen auch die Verkehrsminister Tschechiens und Österreichs teilnehmen.

Pühringer betonte bei der gemeinsamen Pressekonferenz, dass Tschechien nach Deutschland zum zweitwichtigsten Tourismusland avanciert sei. Es habe im vergangenen Jahr 50.000 Ankünfte und 145.000 Nächtigungen gegeben. Hochrechnungen zufolge sollten in zehn Jahren die Nächtigungen um 190 Prozent steigen. Oberösterreich setze hier auf zwei Themenbereiche: auf Gesundheit, Wellness, Bewegung und auf Kultur. Ende April wird die grenzüberschreitende Landesausstellung „Alte Spuren, neue Wege“, die in Bad Leonfelden, Freistadt, Krumau und Hohenfurth stattfindet, eröffnet.

Landeshaupmannstellvertreter Josef Ackerl hat gemeinsam mit der stellvertretenden Kreishauptfrau die Einsetzung einer Fachgruppe vereinbart, um den Einsatz tschechischer Pflegekräfte zu erörtern.

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