Chronik | Oberösterreich
18.05.2017

Pool-Filter explodierte, Besitzer verletzt

Überdruck beim Befüllen des Beckens führte zum Unglück, 52-jähriger Ternberger erlitt mehrere Brüche.

Statt der Abkühlung in seinem Swimmingpool muss ein 52-jähriger Oberösterreich über den Sommer seine Brüche im linken Arm auskurieren. Ernst Würleitner aus Ternberg im Bezirk Steyr-Land führte Mittwochabend Servicearbeiten an seinem Pool durch. Bei der Arbeit im Technikraum explodierte die Sandfilter-Anlage. Der Angestellte wurde dabei schwer verletzt.

"Ich hab’ sofort gewusst, dass da mehr passiert ist. Nach der Explosion war ich zuerst froh, dass meine Hand noch dran war", erinnert sich Würleitner im Bett der Unfallabteilung des Krankenhauses Steyr an das Unglück. Im nur 1,40 Meter hohen Technikraum des Pools hatte er den Sand im Filter gewechselt. "Als ich die Anlage wieder füllte, merkte ich, dass der Druck im Gefäß stieg. Ich öffnete das Überdruckventil, der Druck stieg aber weiter und dann krachte es auch schon", schildert der Ternberger. Zu diesem Zeitpunkt hatte er die linke Hand über dem Gefäß. Durch den Explosionsdruck wurde diese wuchtig auf die niedrige Betondecke des Raumes geschleudert. Mehrfache Brüche der Elle und ein Knacks in der Speiche waren die Folge.

Der Verletzte konnte sich selbst ins Freie retten und um Hilfe rufen . "Meine Frau und etliche Nachbarn, darunter auch ein Unfallarzt, kamen mir sofort zu Hilfe", erzählt Würleitner. Die Rettung brachte ihn ins Krankenhaus, wo die erste Notoperation gleich mehrere Stunden dauerte.

Nach dem ersten Schock sinniert der Familienvater über die Ursache des Unfalls. "In die Pool-Leitungen habe ich mehrere Absperrhähne eingebaut, um Pumpen problemlos austauschen zu können. Ich glaube, dass einer der Hähne noch geschlossen gewesen sein könnte, als ich mit dem Befüllen der Anlage begonnen habe", sucht er die Schuld bei sich selbst.