Politdeal um Finanzierung der neuen Donaubrücke

Geplante neue Linzer Donaubrücke © Bild: KURIER/Wolfgang Atzenhofer

Land OÖ übernimmt 40 Prozent der Kosten für neue Donaubrücke. Stadt Linz bleibt Partner der Kepler-Uniklinik.

Aufatmen in der Linzer Stadtpolitik. Mit 24 Millionen Euro wird das Land Oberösterreich die neue Auto- und Straßenbahnbrücke der Stadt Linz über die Donau mitfinanzieren. Damit wurde in der dritten Verhandlungsrunde zwischen Stadt und Land ein wichtiger Schritt für den Neubau der 60 Millionen Euro teuren Donauquerung in den Stadtteil Urfahr getan. Kann der Zeitplan eingehalten werden, sollen ab dem Jahr 2020 Autos, Straßenbahnen und Radfahrer über die neue Brücke fahren können.
Weil die alte Linzer Eisenbahnbrücke, die auch als wichtige Straßenverbindung genützt wurde, heuer im Sommer ohne ein Alternativangebot abgerissen wurde, ist das Brückenprojekt eines der größten Reizthemen in der Linzer Bevölkerung. Viele sehen in der fehlenden Brücke einen der Gründe, warum es heuer auf den Linzer Einfahrtsstraßen tagtäglich zu noch massiveren Staus kommt.
Der Kostenteilung für die Brückenfinanzierung im Verhältnis 60 zu 40 Prozent zwischen der Stadt und dem Land liegt ein Politdeal zugrunde. Im Gegenzug zur Mitfinanzierung aus der Landeskassa garantiert die Stadt Linz ihre Partnerschaft bei der Kepler-Universitätsklinik bis mindestens 2022. Laut Vertrag hätten die finanzmaroden Linzer sonst schon 2019 die Möglichkeit eines Ausstiegs aus der Klinikum-Beteiligung.
Die Verhandlungsteams, die von Bürgermeister Klaus Luger, SPÖ, und Landeshauptmann Josef Pühringer, ÖVP, angeführt wurden, haben sich im Kreis der versammelten Stadt- und Landesräte auch über die Entwicklung der geplanten zweiten Schienenachse über die neuen Brücke geeinigt. Wie berichtet soll die derzeit für Pendler nicht besonders attraktive Mühlkreisbahn mithilfe von Zweisystem-Garnituren über den Hinsenkampplatz in Urfahr und die neue Donaubrücke bis zum Linzer Hauptbahnhof durchgeschleust werden. Dabei beteiligt sich das Land mit 45 Prozent, wie aus dem Büro von Landeshauptmann Pühringer bestätigt wurde.

( kurier.at ) Erstellt am 08.12.2016