Chronik | Oberösterreich
07.01.2012

Pferderipper verletzt Wallach

Unbekannte Tierquäler verstümmelten in Weisskirchen an der Traun den Hinterlauf eines fünfjährigen Quarter Horse. „Jack“ konnte von einer Tierärztin gerettet werden. Er hatte sich in einer Koppel aufgehalten. Sein Besitzer vermutet einen Psychopathen als Täter.

Das kann nur ein Psychopath gemacht haben – so etwas macht kein normaler Mensch.“ Pferdebesitzer Hans A. ist schwer erschüttert, sein Wallach „ Jack“ ist in der Nacht zum Freitag in einer Koppel bei Weisskirchen an der Traun perfiden Tierquälern zum Opfer gefallen.


Unbekannte hatten dem fünf Jahre alten „Quarter Horse“ mit einem spitzen Gegenstand das rechte Hinterbein aufgeschlitzt. Dann dürften sie noch mehrfach in die offene Wunde eingestochen haben. Als die Verletzung in der Früh entdeckt wurde, trat bereits das Muskelfleisch heraus.  „Die Wunde ist etwa sieben Zentimeter breit und fast zehn Zentimeter tief“, sagt A. und ringt um Worte. Für den heimtückischen Anschlag findet er keine Erklärung. „Das ist einfach nicht nachvollziehbar.“ A. ist seit rund einem Dreivierteljahr Besitzer des Quarter Horse. Glücklicherweise habe Jack  nicht eingeschläfert werden müssen.

Wachsam

Einer Tierärztin gelang es, seine klaffende Wunde zu nähen. „Er bekommt jetzt Antibiotika verabreicht und hat keinen Verband, damit das Wundsekret besser abfließt“, erklärt A. Ob dem Tier gesundheitliche Schäden bleiben, ist noch nicht absehbar. „Erst in ein paar Wochen wird sich zeigen, wie sich die Muskelverletzung ausgewirkt hat.“


Der Wallach war gemeinsam mit 20 anderen Pferden auf dem Hof  in der Ortschaft Weyerbach untergebracht. Warum ausgerechnet Jack verstümmelt worden ist, scheint selbst für die Polizei rätselhaft. „Die anderen Tiere sind alle unverletzt.“
Spuren der Attentäter konnten nicht sichergestellt werden. „Der Anschlag ist im Freien passiert und in der Nacht hat es stark geregnet.“
In der Gegend will man nun verstärkt auf die Pferde aufpassen. „Die Bauern und auch die Nachbarn sind jetzt alle in Alarmbereitschaft.“

Weiterführende Links