Pensionist nach Schnitt mit Kreissäge verblutet

Ein 79-Jähriger aus Garsten hat sich mit seiner Handkreissäge tödliche Verletzungen zugezogen.

Bei einem Arbeitsunfall mit einer Kreissäge ist am Montagnachmittag in Garsten ein Pensionist verblutet.
Die Umstände des Unglücks sind besonders tragisch, weil sträflicher Leichtsinn im Spiel war. Der 79-jährige Wilhelm Plöchl wollte eine Handkreissäge zur Tischkreissäge umfunktionieren. Er spannte sie dazu in seiner Garage verkehrt in einen Schraubstock. Zuvor hatte er noch den Bedienungsknopf mit einem Kupferdraht fixiert – mit der Absicht, die Säge durchlaufen zu lassen.


Auf diesem Provisorium schnitt der Mann in Folge einige Holzteile zu. Dabei geriet er mit der rechten Hand im Bereich der Handwurzel in das Sägeblatt und zog sich eine acht bis zehn Zentimeter lange, klaffende und sehr stark blutende Wunde zu. Laut Polizei dürfte die Schutzsicherung der Garage durchgebrannt sein.


Der schwer verletzte 79-Jährige konnte noch ins Haus laufen und seine Lebensgefährtin alarmieren. Er erteilte der 81-Jährigen noch die Anweisung, sofort die Rettung zu alarmieren. Dann lief er wieder zurück in seine Garage. Beim Eintreffen der Rettungskräfte war Plöchl aber nicht mehr bei Bewusstsein. Die Rotkreuz-Mitarbeiter und ein herbeigerufener Arzt versuchten zwar noch den Schwerverletzten zu reanimieren. Doch ihre Bemühungen verliefen erfolglos.

( Kurier ) Erstellt am 10.01.2012