Bub verlor nach Skiunfall Unterschenkel

Verbissen kämpften die Ärzte am UKH Linz um das Bein des Neunjährigen. Nun musste der Unterschenkel wieder abgenommen werden.

Es war nur ein kurzes Aufatmen für Jan und seine Eltern. Am Sonntag wurde dem Neunjährigen im Linzer Unfallkrankenhaus in einer neunstündigen Operation der rechte Unterschenkel, der ihm bei einem schweren Skiunfall am Hochficht abgetrennt worden war, zunächst wieder angenäht (der KURIER berichtete).

Doch trotz aller Bemühungen mussten die Ärzte dem Buben das Bein Dienstag Früh wieder abnehmen. Die Durchblutung sei nicht ausreichend gewesen, daher habe man sich heute zu dem Eingriff entschlossen, sagte der ärztliche Leiter Albert Kröpfl. Die Art der Verletzung und die Kälte hätten die Gefäße entsprechend beschädigt. Der Zustand des Kindes sei stabil. „Aus unserer Sicht ist das die beste Lösung für Jan“, erklärte der behandelnde Unfallchirurg Wolfgang Huber dem KURIER.

Die Unfallchirurgen Georg Thewanger und Wolfgang Huber (v. li.)
UKH Linz, Unfallchirurgen Dr. Thewanger und Dr. Huber © Bild: Petschenig/picturenews
Der Bub aus dem Bezirk Grieskirchen hatte am Wochenende an einem Skirennen teilgenommen. Zwischen den beiden Durchgängen fuhr er frei auf der sogenannten Stierwiese. Gegen 11. 00 Uhr kam der Neunjährige ohne Fremdverschulden nach rechts von der Piste ab und prallte gegen eine am Rand stehende Buche. Dabei wurde ihm der rechte Unterschenkel unterhalb des Knies völlig abgetrennt. Augenzeugen und die Bergrettung leisteten Erste Hilfe. Mehrere Jugendliche, die den Unfall beobachtet hatten, erlitten einen Schock und mussten vom Kriseninterventionsteam des Roten Kreuzes betreut werden.
( apa/kurier ) Erstellt am 15.01.2013