Chronik | Oberösterreich
17.06.2018

Ohne Fleiß kein Preis

Arbeit und Ziele. Die SMART-Methode, die Pareto-Regel und das EAD-Prinzip helfen, die Arbeit zu strukturieren

„Vor den Erfolg haben die Götter den Schweiß gesetzt.“ Das wusste schon der griechische Dichter Hesoid, der 700 v. Chr. als Ackerbauer und Viehhalter gelebt hat. „Wo gehobelt wird, da fallen Späne“, sagt der Volksmund. Wer arbeitet, macht Fehler und Fehler machen uns menschlich.

„Es ist kein Problem, wenn Sie einen Fehler machen. Geben Sie ihn zu, korrigieren Sie ihn und machen Sie weiter“, empfiehlt der US-Autor Larry Winget, der als Pitbull der Persönlichkeitsentwicklung gilt. Sie haben Ziele und arbeiten darauf hin. Oder arbeiten Sie nur um des Arbeitens willen? Wenn dem so ist, läuft etwas schief. Wenn Sie nur arbeiten, weil Sie müssen, um Geld für Ihren Unterhalt zu verdienen, läuft es verkehrt. „Alle Tiere, außer dem Menschen wissen, dass die Hauptsache im Leben die Freude ist“, erklärt der britische Schriftsteller und Gelehrte Samuel Butler (1835 – 1902). Wenn Sie keine Freude an Ihrer Arbeit haben, werden Sie auch nicht gut darin sein. Alles im Leben ist mit Arbeit verbunden. Die Volksweisheit „Arbeit macht das Leben schön“ hat seine Berechtigung.

Sie haben ein Ziel. Doch vor dem Ziel haben Sie eine Vision. Der Traum ist etwas Unbewusstes, er passiert daher im Unterbewusstsein, im Schlaf. Die Vision kommt hingegen im wachen Zustand. Man kann von Visionen träumen, aber umsetzen muss man sie in der Realität. Das alles ist mit Arbeit verbunden.

Eine Möglichkeit zur korrekten Zielformulierung ist die SMART Methode. S steht für spezifisch, M für messbar, A selbst erreichbar (attainable) R für realistisch und T für terminiert und zeitlich genau fixiert.

Es ist erlaubt, ein Ziel nicht zu erreichen. Dann korrigieren Sie es nach reiflicher Überprüfung zum erstbesten Zeitpunkt. Definieren Sie den Weg oder das Ziel neu oder Sie lassen es fallen.

Effektiv arbeiten

Fragen Sie sich, ob Sie effektiv arbeiten. Nehmen Sie sich die Pareto-Regel zu Herzen. Sie besagt, dass 80 Prozent aller Ergebnisse mit 20 Prozent des Gesamtaufwandes erreicht werden. Aber die verbleibenden 20 Prozent machen 80 Prozent der Arbeit aus.

Kann man das verbessern? Ja. Hier kann das EAD-Prinzip helfen. E bedeutet, welche Tätigkeiten man eliminieren kann. A heißt, was kann von dem, was übrig bleibt, automatisiert werden. D steht für delegieren. Was kann man von dem, was sich nicht eliminieren und automatisieren lässt, delegieren? Man sollte stets in Zielen statt in Aufgaben denken. Vereinfacht gesagt bedeutet es, Prioritäten zu setzen. Bewusstheit ist unbewussten Strategien vorzuziehen.

Wer sich selbst führen will, muss sich gut kennen. Welche persönlichen Stärken bringen Sie mit, um ihre Ziele zu erreichen? Hier ist Ehrlichkeit wichtig. Seien Sie sich Ihrer Schwächen bewusst, die Sie daran hindern, Ihr Ziel zu erreichen. Sie sollten Ihre Stärken und Schwächen schriftlich festhalten.

Zum Schluss zwei Zitate des schottischen Schriftstellers und Reformers Samuel Smiles (1812 – 1904). „Nicht zu arbeiten ist schlimmer, als sich zu überarbeiten.“ Und: „Jedermann ist der Sohn seiner eigenen Arbeit.“ Arbeit ist einer der besten Erzieher des Charakters.

Alois Zangerle ist Unternehmensberater und akademischer Exportkaufmann. www.alois-zangerle.at, office@alois-zangerle.at