Neue Türsteher in Körpersprache und Rhetorik geschult

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Foto: Matthias Lauber/laumat.at Am Weihnachtsabend sollen im Fifty-Fifty in Wels drei Gäste von Leasing-Securitys verprügelt worden sein.

Nach den Vorfällen in Diskotheken in Wels und Vöcklabruck hat Geschäftsführer Klaus Reisinger Kurse für seine Türsteher eingeführt.

… Foto: Matthias Lauber/laumat.at Worte statt Fäuste: Dieses Credo lässt Disco-Betreiber Klaus Reisinger seinen Türstehern nun in Schulungen angedeihen. Nach den Handgreiflichkeiten durch Security-Leasingpersonal in Vöcklabruck und Wels (der KURIER berichtete) hat er vor drei Wochen auf ein eigenes, 30-köpfiges Team umgestellt. „Ich habe jedem einzeln die Hand geschüttelt“, sagt Reisinger. Das Sicherheitspersonal kostet ihn jährlich 50.000 Euro – rund ein Drittel mehr als die bisherigen Leasingkräfte.

Koordiniert wird das neue Team von Sicherheitschef Armin Mehulic aus Bayern. In Deutschland sei eine Ausbildung für Türsteher Pflicht. In Österreich gebe es dafür leider keine Regelung, sagt er. „Wichtig ist, dass sie in Körpersprache und Rhetorik geschult werden, damit sie deeskalierend eingreifen können. Wertvoll ist auch das Wissen über die Gesetzeslage.“

Die Kurse werden laufend durchgeführt, ihre praktische Umsetzung an den vier Standorten in Wels, Vöcklabruck, Regau und Weibern kontrolliert ebenfalls Mehulic. „Es hat sich bewährt. Wir hatten seither keine Polizei mehr im Haus“, freut sich Disco-Chef Reisinger. 

(KURIER) Erstellt am
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