Die Polizei vermutet weitere Opfer und bittet diese, sich zu melden.

© APA/POLIZEI

Bezirk Freistadt
02/23/2016

Mindestens zehn Jugendliche in Oberösterreich missbraucht

30-Jähriger soll über soziale Medien Kontakt mit Kindern und Jugendlichen aufgenommen haben. Polizei vermutet weitere Opfer.

Ein 30-Jähriger aus dem Bezirk Freistadt soll von 2010 bis 2015 mindestens zehn Kinder und Jugendliche missbraucht und teilweise Kinderpornos von ihnen angefertigt haben. Die Kontaktanbahnung soll großteils über soziale Medien, aber auch im Bekanntenkreis des Beschuldigten erfolgt sein. Der Mann ist in U-Haft und geständig.

Im Juli des Vorjahres kam der Fall durch die Anzeige eines Elternpaares ins Rollen. Der Mann soll dessen elfjährigen Sohn missbraucht und dem neunjährigen Bruder des Buben Pornofilme gezeigt haben. Daraufhin wurde der 30-Jährige festgenommen. Es folgten mehrmonatige Ermittlungen, die immer mehr Delikte und Opfer zutage förderten.

Opfer zwischen 10 und 16 Jahre alt

Derzeit gehe man von 20 Fakten und zehn Missbrauchsopfern aus, erklärte Chef-Ermittler Wolfgang Dirisamer. Die Kinder und Jugendlichen waren im Alter zwischen zehn und 16 Jahren, zuletzt seien sie immer jünger geworden. Die Ermittler vermuten, dass die Liste noch wesentlich länger werden und es auch weiter als bis 2010 zurückreichende Delikte geben dürfte.

Taten gefilmt

Der Verdächtige soll sich im Internet, aber auch in seinem Bekanntenkreis an seine Opfer herangemacht haben, teilweise indem er ihnen Geld bot. Dabei habe es sich um relativ hohe Beträge gehandelt, so Dirisamer, genaue Zahlen wolle er aber aus ermittlungstaktischen Gründen nicht nennen. Der 30-Jährige soll die Kinder und Jugendlichen nicht nur missbraucht, sondern in einigen Fällen die Taten auch gefilmt haben. Zudem soll er sich aus dem Internet ebenfalls kinderpornografisches Material besorgt haben.

Polizei vermutet weitere Delikte

Die bisher aufgearbeiteten Fälle haben sich in den Bezirken Freistadt, Urfahr-Umgebung und Linz zugetragen. Zu ihnen ist der Mann geständig. Die Ermittler vermuten aber noch etliche weitere Delikte, nicht nur in Oberösterreich, sondern auch in anderen Bundesländern. Sie haben daher ein Foto des seit sieben Monaten in U-Haft sitzenden Verdächtigen veröffentlicht und bitten weitere Opfer sowie Zeugen, sich zu melden. Hinweise können sowohl an das Landeskriminalamt Oberösterreich unter der Telefonnummer 059133-40-33-33 als auch an jede Polizeidienststelle gerichtet werden.

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