Chronik | Oberösterreich
05.11.2017

Maturantin in Linz vergewaltigt - Anklage

Die beiden Angeklagten bestreiten die Vorwürfe, das Opfer leidet unter psychologischen Dauerfolgen.

Die Staatsanwaltschaft Linz hat Anklage gegen einen 17-jährigen Afghanen und einen 27-jährigen Österreicher wegen Vergewaltigung erhoben. Die beiden Männer waren im Juni verhaftet worden, weil sie in der Linzer Innenstadt eine Maturantin in einen Keller gezerrt und vergewaltigt haben sollen. Der Sprecher der Staatsanwaltschaft, Philip Christl, bestätigte einen Bericht der "Krone".

"Die beiden Angeklagten bestreiten, dass es gegen den Willen des Opfers passiert sei", sagte Christl. Ihre bisherige Verantwortung sei, dass der Geschlechtsverkehr einvernehmlich gewesen sei. Die 18-jährige Schülerin war am 9. Juni in den frühen Morgenstunden von den mutmaßlichen Tätern angesprochen worden, als sie auf dem Weg zu einer Tankstelle war. Die Männer drückten der jungen Frau einen Gegenstand in den Rücken, von dem sie befürchtete, es sei eine Waffe. Dann zwangen sie ihr Opfer, mit ihnen in den Keller eines Hauses in der Dinghoferstraße zu gehen. Dort sollen sie die Maturantin vergewaltigt haben. Zudem raubten sie ihr Handy und Geldbörse und flüchteten.

Ein psychiatrisches Gutachten bei der jungen Frau hat ergeben, dass sie unter psychologischen Dauerfolgen leide. Ein Prozesstermin steht noch nicht fest. Den Tätern drohen bis zu 15 Jahren Haft. DNA-Spuren und Aufnahmen aus der Videoüberwachung belasten die Beschuldigten schwer. Die beiden Männer waren bereits wegen Drogendelikten vor Gericht gestanden, der Afghane lebte als unbegleiteter Flüchtling seit 2016 in einer betreuten Einrichtung.