Chronik | Oberösterreich
05.04.2017

Linzer Kindermarathon: Nach Eklat im Vorjahr bleiben Eltern draußen

Im Vorjahr hatten manche Eltern ihre Kinder ins Ziel geschleift. Heuer neues Konzept für Junior-Marathon.

Nach dem Eklat im Vorjahr um ein Foto, das ihre Kinder ins Ziel schleifende Eltern zeigte, haben die Organisatoren den Kinder-Bewerb des Linz-Marathon neu aufgestellt. Die Eltern dürfen heuer nicht mehr auf die Laufbahn, dafür wird im Stadion der Stadt Linz am Samstag eine Mini-Arena für die Jüngsten aufgebaut, erklärte der Verantwortliche Ex-Rekordläufer Günther Weidlinger am Mittwoch in Linz.

Die Begleitpersonen können sich rund um diese Arena positionieren, in der die Kleinsten (Jahrgang 2014) eine Distanz von 60 Metern - bisher 42 - bewältigen. Die 2013 Geborenen dürfen zwei Runden, die noch ein Jahr älteren drei Runden, also insgesamt 180 Meter, laufen.

"Ein Kind kann auch nach einer Runde aufhören, wenn es nicht mehr mag"

"Ein Kind kann aber auch nach einer Runde aufhören, wenn es nicht mehr mag", so Weidlinger. "Es soll wirklich um den Spaß an der Bewegung gehen", betonte er. Jeder Teilnehmer erhält eine Finisher-Medaille, Zeitnehmung gibt es bei den Bewerben der "Minis" keine und auch keine Siegerehrung.

"Es geht nicht um Rekorde", sagte auch Sportstadträtin Krain Hörzing (SPÖ). Eine Unterstützung der Eltern sei ja von der Bande aus möglich. Die oö. Gebietskrankenkasse ist neuer Sponsor des einen Tag vor dem Marathon für die Großen stattfindenden Bewerbs. Obmann Albert Maringer betonte das gemeinsame Ziel, Kinder zur Bewegung zu bringen.

Keine Zeitnehmung bei den Kleinsten

Die älteren "Kids" dürfen eine halbe, die "Juniors" eine ganze Stadionrunde von 420 Metern drehen, hier wird gestoppt und bei vielen Teilnehmern starten Burschen und Mädchen getrennt. Die Teenager schließlich rennen 2.100 Meter. Für den Kindermarathon gab es bereits 2.351 Nennungen, Freitag und Samstag kann man aber noch nachmelden.