Razzien in Pizzerien in Linz und Umgebung: Auch Gäste überprüft

Pizza wird aus dem Steinofen geholt
Wohnungen, Büros und Restaurants wurden durchsucht. Es soll in erster Linie um einen Beschuldigten gegangen sein.

So mancher Gast staunte beim Genuss seiner Pasta in Linz nicht schlecht, als Polizisten mit Sturmhauben mehrere Lokale stürmten. 120 Polizisten, darunter auch italienische Carabinieri, schlugen Dienstagnachmittag an 14 Orten gleichzeitig zu, bestätigte ein Sprecher des Bundeskriminalamtes entsprechende Berichte dem KURIER. 

Konkret sollen die Behörden einen Linzer Promi-Wirten im Visier haben, der als Drahtzieher der organisierten Kriminalität in Österreich und Südbayern gilt. Ihm werden zahlreiche Straftaten vorgeworfen, er steht im Verdacht, für die italienische ’Ndrangheta’ in Österreich tätig zu sein.

Umfangreiche Ermittlungen

Den Einsätzen gingen offenbar umfangreiche Ermittlungen des Bundeskriminalamts mit Unterstützung des LKA Oberösterreich und dem Cyber Crime Competence Center voran. 

Doch nicht nur die Restaurants selbst wurden durchsucht, sondern auch Wohnungen, Büros und Geschäfte sowie ein Autoverkaufsplatz in Linz. Das sei aufgrund einer europäischen Ermittlungsanordnung passiert. Die Staatsanwaltschaft Catanzaro in Süditalien habe die Staatsanwaltschaften in Linz und Steyr um Mithilfe gebeten, von diesen wurde die Polizeioperation auch angeordnet. 

Neben zahlreichen Unterlagen, die sichergestellt werden konnten, hatten die Polizisten auch ein Auge auf die Besucherinnen und Besucher der Lokale. Viele wurden kontrolliert, da Verbindungen zur im Fokus der Ermittler stehenden Person nicht ausgeschlossen werden konnten.

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