Chronik | Oberösterreich
05.11.2017

Lange Nacht der Bühnen: Neue Künstler, neue Orte

492 Künstler gestalten die Lange Nacht der Bühnen am Samstag, 11. November in Linz.

Ein spürbarer Zuwachs an Bewerbern und neue Spielstätten - das bewährte Veranstaltungsformat Lange Nacht der Bühnen Linz geht am Samstag, 11. November in die siebte Runde und ist weiterhin am Wachsen. Linz wird in dieser Nacht zur Bühne der darstellenden Kunst. Von Musik und Urban Dance, über Kabarett, Schauspiel, Virtual Reality und Improtheater, bis hin zum Gespräch über das Glücklich sein als Mensch, wird ein vielfältiges Programm geboten.

Mehr Freischaffende

"Wir hatten heuer so viele Bewerber der freien Szene wie noch nie. Das heißt, es bewerben sich zunehmend mehr Künstler, die nicht fix an einem Theater beschäftigt, sondern freischaffend tätig sind", sagt Geschäftsführer Alfred Rauch im Gespräch mit dem KURIER.

Das habe zu einer Umstellung des Programms geführt. "Bisher konnten die freischaffenden Künstler zwei Mal mit demselben Programm auftreten, was dem wechselnden Publikum öfter die Chance gab, das Programm zu sehen." Heuer werde jeder Programmpunkt freischaffender Künstler einmalig sein. "Diese Nacht lebt von deren Beiträgen, weil Linz im Vergleich zu anderen Städten wie Hamburg weniger Schauspielhäuser hat."

492 Künstler, 31 Orte

492 internationale Künstler mit Bezug zu Oberösterreich zeigen eine große Bandbreite der darstellenden Kunst. 117 Veranstaltungen verteilen sich auf 31 Spielorte in Linz. Im Vorjahr erreichte man 10.838 Besucher. Ab 15 Uhr können heuer um zwölf Euro die Spielstätten nach belieben gewechselt werden.

"Es gibt fünf neue Spielstätten mit je eigenem Programm. Das tut gut. Die Musikschule der Stadt Linz und die Anton Bruckner Privatuniversität geben zum Beispiel Einblicke in die Ausbildungsangebote," zu hören auch beim Konzert der Pegasus BigFunkBand um 20.15 Uhr im Festsaal der Musikschule, verstärkt durch Stimmen der Vokalabteilung, und den insgesamt mehr als 20 Solisten.

Verschiedene Kunstformen verbindet auch der Deep Space des Ars Electronica Centers um 21 Uhr. Dort werde mit Pitoti Prometheus ein vollkommen neuartiges Projekt im Bereich der Virtual Reality gezeigt: alte Felskunst, sogenannte Petroglyphen, werde durch einen 360-Grad-Blick lebendig.

"Die Lange Nacht der Bühnen wird gerne zum Anlass genommen, Neues zu schaffen, neue Teams zu bilden, und das Publikum in den Entstehungsprozess einzubinden. Es wäre schade, wenn diese Plattform durch finanzielle Kürzungen ausgedünnt werden würde", sagt Rauch.

www.langenachtderbuehnen.at

Autorin: Michael Greil