© Jack Haijes

Chronik Oberösterreich
12/05/2011

Kaltenbrunner als Volksheldin gefeiert

Eine tränenreiche und emotionale Feier bereiteten die Einwohner von Spital am Pyhrn ihrer neuen Ehrenbürgerin.

von Raffaela Lindorfer

Wie eine Volksheldin wurde Gerlinde Kaltenbrunner am Freitagnachmittag in ihrer Heimatgemeinde empfangen. Nicht nur Fans, sondern schlichtweg die ganze Ortsbevölkerung war auf den Beinen, um "ihrer" Gerlinde zuzujubeln. Anlass des hohen Besuchs war das Fest zu ihrer Ehrenbürgerschaft in Spital am Pyhrn. Als erste Frau, die ohne künstlichen Sauerstoff sämtliche Achttausendergipfel der Welt erklommen hat, hat sie sich diese Auszeichnung mehr als verdient, entschied der Gemeinderat einstimmig. Lobenswert sei laut Bürgermeister Ägidius Exenberger aber auch die Tatsache, "dass sie immer hoch hinaus wollte, aber trotzdem am Boden geblieben ist".

Von den vielen Schulterklopfern, Umarmungen und Glückwünschen völlig überwältigt kämpfte die Bergsteigerin mehrmals mit den Tränen. Ehemann und Bergsteigerpartner Ralf Dujmovits wich seiner gerührten Gattin dabei nie von der Seite.

Expeditionsbilder

Schon gar nicht, als es auf der Bühne nach den vielen Ehrungen noch emotionaler wurde. Das Bergsteigerehepaar präsentierte Bilder von der Expedition zum K2 im Sommer. Unter widrigen Wetterbedingungen schaffte es Kaltenbrunner am 23. August 2011 im insgesamt siebten Anlauf, ihren Schicksalsberg zu bezwingen. Während der Erzählungen von den letzten Metern brach ihr die Stimme, beim Anblick des Gipfelbildes konnte sie ihre Tränen nicht mehr zurückhalten. Das Publikum erhob sich respektvoll von den Bänken und gab der Ausnahmesportlerin Standing Ovations.

Stolz war auch Pfarrer Erich Tischler, der Kalten brunner als junge Frau für das Bergsteigen begeistert hat: "Ich freue mich unendlich, dass sie ihr Lebensziel erreicht hat und wieder gesund vom K2 heruntergekommen ist."
Kaltenbrunner hat damit im 40. Lebensjahr ihren Karrierehöhepunkt erreicht. Wie es weitergeht, weiß sie schon ganz genau: "Es gibt noch so viele namenlose Gipfel, die ich sehen will." Als Nächstes steht eine Reise nach Nepal an, danach will sie sich verstärkt Hilfsprojekten widmen.

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