Johann Kalliauer (Mi.) mit Kommunikationsleiterin Isabell Falkner (li.) und Direktorin Andrea Heimberger (re.) beim traditionellen Journalistenempfang der AK vergangene Woche.

© AK OÖ / Wolfgang Spitzbart

Chronik Oberösterreich
10/11/2021

Kalliauer tritt als AK-Präsident ab

Johann Kalliauer hört bei der Vollversammlung am 23./24. November nach 18 Jahren als Präsident der Arbeiterkammer auf. Eine Ära geht damit zu Ende.

von Josef Ertl

Der Welser Johann Kalliauer (68) tritt als Präsident der Arbeiterkammer und des ÖGB Oberösterreich ab. Bei der AK-Vollversammung am 23./24. November soll der Wechsel an der Spitze erfolgen. Als Favorit für die Nachfolge gilt Vizepräsident Andreas Stangl. Die Übergabe im Gewerkschaftsbund soll bei einer Landeskonferenz Ende Jänner/Anfang Februar 2022 über die Bühne gehen. Kalliauer wird die Funktion des Aufsichtsratsvorsitzenden des AK-Unternehmens BBRZ (Berufliches Bildungs- und Rehabilitationszentrum) übernehmen, eine Aufgabe, die bisher der frühere AK-Direktor Josef Peischer inne hatte. Peischer ist nun 75 Jahre jung und wird stellvertretender Vorsitzender.

Seit 1976 in der AK

Der 68-Jährige übernahm das Präsidentenamt 2003 von Hubert Wipplinger. Kalliauer ist seit 1976 in der Arbeiterkammer aktiv, zunächst als sozialdemokratischer Kammerrat, später als Vizepräsident. Der frühere Präsident Firtz Freyschlag hatte Kalliauer nach Ende des Studiums in die Gewerkschaft geholt, Kalliauer wurde 1999 Landessekretär der Gewerkschaft der Privatangestellten. Er wurde in einer Übergangsphase der Landes-SPÖ am 16. Jänner 2016 zum Parteivorsitzenden gewählt. Am 18. Juni 2016 übergab er ihn an Birgit Gerstorfer.

Politisch war Kalliauer schon in jungen Jahren aktiv. Auf Empfehlung seiner Lehrer wechselte Johann Kalliauer nach nur einem Jahr Hauptschule ins Gymnasium und maturierte 1971. Schon am Gymnasium wurde er zum Schulsprecher gewählt. Nach der Matura studierte Kalliauer an der Linzer Johannes Kepler Unviersität in Linz, sein Jus-Studium schloss er mit dem Doktortitel ab. Er selbst sieht sich damit als Nutznießer jener Bildungsoffensive, mit der der sozialdemokratische Bundeskanzler Bruno Kreisky höhere Bildung für Kinder aus Arbeiterhaushalten möglich machte. Kalliauer wurde als Sohn eines Eisenbahners und einer Verkäuferin geboren.

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