Brad Binder nach seinem Sieg vergangenen Sonntag in Brünn

© EPA/MARTIN DIVISEK

Chronik Oberösterreich
08/15/2020

Jubel, Trubel, Traurigkeit

Motorsport. KTM-Direktor Pit Beirer ist nach Premierensieg in der Königsklasse heiß auf Spielberg. Von Gerhard Marschall.

Die Regie ist perfekt und könnte in Hollywood kreiert worden sein: Pünktlich zum doppelten Gastspiel der schnellsten Motorradfahrer der Welt im steirischen Spielberg an diesem und am nächsten Wochenende hat KTM den ersten Sieg in der MotoGP eingefahren. Der Südafrikaner Brad Binder (25) hat die Innviertler Zweiradbauer richtig glücklich gemacht. „Wir sind in der Klasse angekommen“, stellt KTM-Motorsportdirektor Pit Beirer zufrieden fest. Umso mehr schmerze, dass die beiden jetzt anstehenden Heimrennen ohne Fans stattfinden müssen: „Das Schlimmste, was uns passieren kann.“

Den Motorradverkauf ankurbeln

Das Engagement im Rennsport ist klarerweise kein Selbstzweck, sondern soll den Massenverkauf pushen. Und nichts ist da besser, als wenn die heimischen Motorradfreaks einen auf einer RC16 leibhaftig siegen sehen. Beirer befindet sich im emotionalen Hin und Her. 200.000 Fans waren im Vorjahr beim Österreich-Grand-Prix zugegen. „Man stelle sich vor, wir kommen mit einem Sieg dorthin und die ganze Bude ist voll.“ Ist sie aber nicht, im Corona-Jahr müssen auch die schnellen Männer ohne Publikum auftreten. Andererseits: Allemal besser vor leeren Rängen als gar nicht. „Es gab heuer Zeiten, als wir fürchten mussten, keine Rennen mehr zu fahren“, begnügt sich der KTM-Manager halt mit dem Möglichen.

Selbst Rossi beeindruckt

Für KTM hat der Premierensieg letzte Zweifel beseitigt, ob es denn möglich ist, mit Stahlrohrrahmen, Fahrwerksteilen und Motor aus eigenem Haus in der Königsklasse zu gewinnen. „Wir haben bewiesen, dass es machbar ist.“ Das orangefarbene Bike überzeugt durch Kraft, Fahrbarkeit und viel Traktion. Selbst Altstar Valentino Rossi zeigte sich beeindruckt. „Wir haben einen Riesenschritt gemacht und sind auf unseren Heim-Grand-Prix gut vorbereitet. Wir freuen uns wahnsinnig darauf“, so Beirer. Man sehe man sich zwar nicht als Favorit für Spielberg, wolle aber eine ordentliche Show abliefern. „Kopf runter und weiterarbeiten“ laute die Devise.

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