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Chronik Oberösterreich
04/07/2019

„Immunsystem wird empfindlich gestört“

Impfgegner sind meist gut gebildet und fürchten keine Diskussion. Es geht ihnen um "das Wohl der Kinder".

von Claudia Stelzel-Pröll

Diese Geschichte erschien in der KURIER-Oberösterreich-Beilage im Rahmen eines Impfschwerpunktes.

Die Diskussion ist keine einfache, sehr emotional auf beiden Seiten: Impfgegner und -skeptiker sind belesen, reflektiert, meist sehr gut gebildet, und wollen, wie alle Eltern, „nur das Beste für unsere Kinder.“ Eine dreifache Mama aus Mauthausen – sie möchte zum Schutz ihrer Kinder anonym bleiben – ist sich sicher: „Impfen stört das Immunsystem in seiner Bildung. Alle meine drei Kinder sind komplett ungeimpft und kerngesund. Ich lerne immer mehr aus den Erfahrungen, die ich in meinem Umfeld mache. Da gibt es übrigens auch einige Ärzte, die Impfgegner sind, deren Kinder nicht geimpft sind.“

"Fieber ist kein Feind"

Die Dreifach-Mama bemerke, dass „rundum alle geimpften Kinder ständig krank sind. Das kenne ich von meinen Kindern nicht. Mir ist bewusst, dass es Krankheiten gibt, die meine Kinder vielleicht durchleben müssen, aber ich kenne mich damit aus. Fieber zum Beispiel ist nicht unser Feind, an Masern stirbt kein gesundes Kind und was die FSME–Impfung betrifft, bin ich auch skeptisch: Ich creme meine Kinder mit Kokosöl ein, untersuche sie jeden Abend auf Zecken – und ja, sie hatten schon viele – markiere einen Stich und beobachte ihn. Es hat noch nie Probleme gegeben. Diese Impfung ist definitiv nicht harmlos.“

Respekt erwünscht

So ähnlich sieht es auch Celina P., Mama einer dreijährigen Tochter: „Ich habe mir die Entscheidung, mein Kind nicht impfen zu lassen, nicht leicht gemacht, habe mich sehr viel informiert.“ Sie wolle auch gar nicht andere Mamas beeinflussen, sondern wünsche sich nur, dass ihre Entscheidung respektiert werde: „Ich fürchte mich mehr vor einem Impfschaden, also dass ich meinem Kind bewusst etwas antue, als vor einer Krankheit, die ich vielleicht sowieso nicht beeinflussen kann.“