„Ich lass’ alles mit mir machen“

Mut zur Veränderung bewiesen Barbara, Stefan und Helga (v.li.), als sie sich vor Publikum umstylen ließen. © Bild: PICTURENEWS.AT PETSCHENIG

Ein gewöhnlicher Einkaufstag im Linzer Passage artete für Barbara, Helga und Stefan in einer Rundum-Erneuerung aus.

Helgas Zeiten als Blondine sind vorbei (Bild links).
© Bild: PICTURENEWS.AT PETSCHENIG

Barbara ist eine hübsche junge Frau. Trotzdem hegte sie schon lange den Wunsch nach Veränderung und stöberte im Linzer Passage City Center eigentlich nur nach ein paar neuen Klamotten – bis sie den Styling-Experten der Vorher-Nachher-Show in die Hände fiel.

Als eine von drei Kandidaten wurde sie spontan auf die Bühne gebeten. Dort wurden flinke Hände auf ihr Aussehen angesetzt. Visagisten richteten über ihr Gesicht, eine Schere machte ihrer langen Mähne den Garaus und die Modekenner von Street One wählten mit prüfendem Blick ein Outfit für die 17-Jährige aus.

Am Ende des 90-minütigen Umstylings stand Barbara von Kopf bis Fuß in neuem Glanz vor dem Publikum. Ein kurzer Blick in den Spiegel, dann fuhr die Hand sofort in ihr kurzes Haar. „Boah“, entschlüpfte ihr, als sie die orangen Strähnen begutachtete. „Mein Freund weiß davon nichts. Was er wohl sagen wird?“, lächelte sie ein wenig verkniffen. Sie gefalle sich jedenfalls gut.

Ähnlich erging es Helga, deren Mann im Publikum wissen ließ, dass ihm viel an den blonden Haaren seiner junggebliebenen Gattin liege. Ein Vetorecht hatten die Kandidaten aber nicht und während der Verwandlung wurden ihnen die Augen verbunden. „Ich lass’ eh alles mit mir machen“, verkündete die 68-Jährige vor der Show. Aus Strohblond wurde deshalb schnell ein kräftiges Rotbraun. Ihr gefiele der neue Look ausgezeichnet. „Sensationell! Ich wollte schon immer dunkle Haare haben!“, jubelte sie. Was ihr Ehemann dazu sagte, ist nicht überliefert.

Alles neu

Stefan wurde im 80er-Jahre-Look geschminkt.
© Bild: PICTURENEWS.AT PETSCHENIG

Begeistert war der 19-jährige Stefan aus Linz, als er sein neues Ich erstmals im Spiegel bewundern konnte. Als er am Friseurstuhl saß und das nicht enden wollende Surren des Rasierers seine mühevoll arrangierte Justin-Bieber-Frisur zunichtemachte, wich ihm kurzfristig die Farbe aus dem Gesicht. Die Visagistin Carmen reagierte sofort: „Auch Männer kommen heutzutage unter den Pinsel. Ein paar Akzente haben noch niemandem geschadet.“ Die geschminkten Augen werde er daheim nicht nachmachen, aber die Frisur sei eine neue Herausforderung, strahlte Stefan.

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( Kurier ) Erstellt am 10.03.2012