Hochwasser in Walding Hilfseinsatz Feuerwehr, OÖ

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Hochwasser
06/10/2013

Einsatzkräfte sind am Limit: „Walding ist schon wieder abgesoffen“

Starke Regenfälle verlangen den Helfern auch diese Woche alles ab. Die Pegel steigen leicht.

von Raffaela Lindorfer, Jürgen Pachner

In Schärding kann man schon wieder in weißen Halbschuhen durch die Stadt spazieren“, freut sich Feuerwehrkommandant Michael Hutterer über die flotten Aufräumarbeiten. Sämtliche Einsatzkräfte hätten „wie die Wasserbüffel angepackt“. Am Wochenende konnten die letzten Straßen vom Schlamm befreit werden, den das Hochwasser in der Barockstadt hinterlassen hatte.

„Wir hoffen nur, dass das so bleibt“, sagt Hutterer. Hydrografen warnen nämlich erneut vor Überflutungen: Aufgrund starker Regenfälle könnte der Inn bis Dienstagabend wieder die Warngrenze überschreiten. Die Feuerwehr hat deshalb den Hochwasserschutz reaktiviert. „Damit würden wir einen Pegel von 7,40 Metern packen, wir rechnen aber mit höchstens 6,40 Metern“, erklärt der Feuerwehrkommandant.

Inn und Donau steigen

Während sich der Regen in der Nacht zum Montag im Innviertel noch in Grenzen gehalten hatte, traf es die Gemeinden entlang der Donau – wie Walding, Goldwörth und Feldkirchen – mit voller Wucht. „Walding ist schon wieder abgesoffen! Ich bin kurz vorm Durchdrehen“, sagt Bürgermeister Josef Eidenberger zum KURIER. Der Boden sei so aufgeweicht, dass nun jeder gefallene Tropfen liegen bleibe, erklärt er. „Am Ortsplatz ist mir das Wasser oben bei den Gummistiefeln herein geronnen. Es regnet brutal.“

Die Feuerwehren und die Bevölkerung – nach einer Woche Hochwasser bereits am Limit – bekam am Montag wieder Unterstützung vom Bundesheer. In Goldwörth installierten Experten der ABC-Abwehrkompanie eine Wasseraufbereitungsanlage und stellten Duschzelte auf. Betroffene, deren Wasserleitungen verstopft oder nicht keimfrei sind, können hier ihre Körperhygiene verrichten. Trinkwasser soll vorerst noch nicht von dort bezogen werden – auch nicht zum Obst- und Gemüsewaschen.

Die ÖBB kündigten am Montag an, gemeinsam mit der Wohnbaugesellschaft BWSG 20 Übergangsquartiere für vom Hochwasser besonders stark betroffene Familien im Raum Linz acht Monate lang zur Verfügung zu stellen. Die Wohnungen wurden für die zuständigen Hilfsorganisationen freigegeben.

Laut Reinhard Enzenebner vom Hydrografischen Dienst des Landes wird nicht nur der Inn, sondern auch die Donau im Raum Linz bis Mittwochfrüh die Warngrenze überschreiten. Sie liegt bei 5,50 Metern. Jedoch kein Grund zur Sorge, betont Enzenebner: „Die großen Gewässer halten das aus. An den kleineren wird es bei den Regenfällen Überflutungen geben.

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