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Chronik Oberösterreich
08/08/2021

Heftige Unwetter im Westen Österreichs: Mehr als 700 Feuerwehreinsätze

Seit dem Samstagabend zogen wieder schwere Unwetter über Österreich. Besonders betroffen: Oberösterreich und Salzburg.

Vermurungen, umgestürzte Bäume, Straßensperren. Es war vielleicht ein ganz normaler Abend im Sommer 2021. 

Besonders betroffen war gestern das Innviertel. Rund 700 Einsätze meldeten die Oberösterreichischen Nachrichten bis 21 Uhr. Der Schwerpunkt der Feuerwehreinsätze lag dabei einmal mehr beim Freimachen von Verkehrs- und Gehwegen aufgrund umgestürzter Bäume und  teilweise abgedeckte Häuser, zog das Landesfeuerwehrkommando am späten Samstagabend eine erste Bilanz.

In Ranshofen musste ein Notarztteam mit einem zu reanimierenden Patienten die Hilfe der Feuerwehr in Anspruch nehmen, weil umgestürzte Bäume den Weg ins Krankenhaus versperrten, berichten die OÖN. Im Bezirk Vöcklabruck mussten Feuerwehren und die Wasserrettung zu zahlreichen zahlreichen Bootsbergungen ausrücken. Auf den Seen im Salzkammergut, am Obertrumersee und am Wallersee mussten zahlreiche Segel- und Elektrobooten gerettet werden, weil sie aus eigener Kraft das Ufer oft nicht mehr erreichen konnten. 

Bei Alexenau am Attersee musste eine Schwangere von einem Boot gerettet werden, berichten die OÖN.

Oberösterreich ist in Sachen Wetterschäden das bislang am stärksten betroffene Bundesland: 

Im Salzburger Tennengau und im Flachgau kam es zu zahlreichen Stromausfällen. Betroffen waren ab etwa 19 Uhr die Gemeinden St. Koloman, Fuschl am See und St. Gilgen. Gegen 20.30 Uhr waren noch rund 750 Haushalte davon betroffen, berichten die Salzburger Nachrichten.

Unwetter am Sonntag 

Am Sonntag soll die Unwetter-Serie mit kräftigen Gewittern und Regenschauern in die nächste Runde gehen. Um die Mittagszeit beginnt es wieder zu regnen. Speziell in Osttirol muss mit aufflammender Gewittertätigkeit gerechnet werden. Nach Osten und Südosten hin scheint länger die Sonne, bevor ab dem späteren Nachmittag dunkle Wolken aufziehen und teils gewittrige Regenschauer bringen. Allerdings wird es voraussichtlich nicht überall nass.

Im Donauraum beginnt der Sonntag sehr windig, stellenweise sogar stürmisch mit Windrichtung aus West. Tagsüber ist aber das bodennahe Windfeld abseits von Gewittern meist nur schwach ausgeprägt. Am Morgen werden zwölf bis 20 erwartet, dann steigt das Thermometer noch auf 18 bis rund 30 Grad. Am kühlsten bleibt es in den Regenzonen im Westen, am wärmsten wird es im äußersten Südosten.

Sonniger(er) Wochenstart

Am Montag zeigt sich die Sonne zumindest zeitweise in allen Landesteilen, am meisten Sonnenschein wird von Unterkärnten über die südliche Steiermark bis ins Burgenland erwartet. Allerdings bilden sich im Zuge eines schwachen Störungsausläufers im Tagesverlauf vermehrt Quellwolken und ab Mittag steigt die Schauerneigung besonders im westlichen Bergland wieder deutlich an. Ein paar isolierte Gewitter werden ebenfalls erwartet. Abseits davon weht der Wind oft nur schwach aus unterschiedlichen Richtungen. Nach neun bis 17 Grad am Morgen gibt es Tageshöchsttemperaturen von 23 bis 29 Grad.
 

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