Gipfeltreffen der IQ-Elite

Familie EBERLE in Linz, hochbegabt, Vater Roger und Sohn Christopher
Foto: PICTURENEWS.AT PETSCHENIG Roger Eberle kann über IQ-Klischees nur lachen. Sohn Christopher (re.) liebt Sammelkarten und PC-Spiele.

MENSA hält in Linz mit 100 Mitgliedern ihr Jahrestreffen ab. Bei Familie Eberle leben gleich vier Genies unter einem Dach.

Hochbegabte machen dieselben Fehler wie alle anderen – nur schneller", sagt Roger Eberle, der seinen Intelligenzquotienten von über 140 nur ungern zugibt. Seit sieben Jahren ist er bei MENSA, der Vereinigung hochintelligenter Menschen, die weltweit 100.000 Mitglieder hat.
In Oberösterreich leben 77 Menschen mit einem IQ über 130. Sie sind, allen Klischees zum Trotz, nicht ausschließlich Wissenschaftler und Computergenies, sondern „ganz normale Leute", betont Eberle. „Vom Taxifahrer über die Bauchtanzlehrerin bis zum Doktordoktor", sei alles dabei.

Intelligenz habe nichts mit dem Beruf zu tun, es sei einfach eine andere Art, die Welt zu sehen, erklärt seine Gattin Isabella, die sich bis zum heutigen Tag weigert, einen Intelligenztest zu machen. „Was, wenn rauskommt, dass mein IQ höher ist?", lacht sie. Die Tierärztin habe sich „bewusst einen Mann mit Hirn gesucht".

Gute Gene

Familie EBERLE in Linz, hochbegabt, Fabienne und Isabella Foto: PICTURENEWS.AT PETSCHENIG Fabienne (10) übt fleißig Schlagzeug. Ihre Mutter Isabella (re.) ist ihr größter Fan.

Das Paar hat zwei Kinder, Fabienne (10) und Christopher (12). Beide seien schon im Windelalter aufgefallen. Christopher hat als Baby erst kein Wort und dann auf Anhieb fließend gesprochen. Statt Gute-Nacht-Geschichten wollte er wissen, wie der Otto-Motor funktioniert oder Quadratwurzeln rechnen, erinnert sich die Mutter. Die zehnjährige Fabienne hat in nur sechs Monaten Schlagzeug spielen gelernt und ist ein kleines Mathe-Genie. „Wir müssen nie ihre Begabungen fördern, sondern ihre sozialen Kompetenzen und dass Freunde wichtig sind."

Christophers IQ von 134 wurde kürzlich bei einem Test gemessen. Seine Stärken liegen klar in der Mathematik und Logik. Derzeit besucht er die dritte Klasse des Gymnasiums. „Fad ist mir nicht in der Schule. Ich werde nur ungeduldig, wenn ich von den Lehrern keine g`scheiten Antworten auf meine vielen Fragen bekomme", sagt er. Er zögert noch, MENSA beizutreten, da es zu wenig Gleichaltrige gebe, mit denen er sich austauschen könne.

MENSA hält derzeit mit hundert Mitgliedern ein Jahrestreffen in Linz ab. Heute, Sonntag, laden die Hochbegabten ab 13.30 Uhr im Park Inn Hotel  zum Meet & Greet.

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(kurier) Erstellt am
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