Chronik | Oberösterreich
09.07.2018

Frau in Linzer Skaterpark vergewaltigt: Acht Jahre Haft

Symbolbild. © Bild: Kurier/Jeff Mangione

22-Jähriger wurde wegen versuchter Vergewaltigung und sexueller Belästigung schuldig gesprochen. Urteil nicht rechtskräftig.

Ein mutmaßlicher Serientäter, der in Linz eine Frau vergewaltigt, es bei zwei anderen versucht und eine weitere sexuell belästigt haben soll, ist am Montag im Landesgericht nicht rechtskräftig zu acht Jahren Haft verurteilt worden. Der 22-jährige Afghane, der im November 2017 anhand von DNA-Spuren mit 99 Prozent Wahrscheinlichkeit als Täter überführt worden war, leugnete hartnäckig.

Das Schöffengericht folgte dem Antrag der Staatsanwältin nach einer hohen Strafe - maximal wären zehn Jahre möglich gewesen. Wegen der "hohen Brutalität" der Taten aber auch wegen einer generalpräventiven Wirkung fiel das Urteil streng aus, erklärte die Richterin. Für sie waren die Aussagen der Opfer glaubwürdig, auch die DNA- Spuren seien eindeutig.

Hilfe angeboten

In der Nacht auf den 1. Oktober soll der Mann einer 30-jährigen Nachtschwärmerin, die ihr Handy verloren hatte und es auf dem Urfahraner Jahrmarktgelände suchte, Hilfe angeboten haben. Er begleitete sie und fiel in einem Skaterpark brutal über sie her. In den folgenden vier Wochen versuchte der Asylwerber, der inzwischen einen negativen Bescheid erhalten hat, noch eine 22-jährige Studentin und eine 19-jährige Schülerin zu vergewaltigen. Bereits im Juni hatte er offenbar eine 36-Jährige nachts angeredet und ihr an den Busen gegrapscht.