Flugzeugteile und Möbel für den Weltmarkt

Großbetriebe beleben die Wirtschaft des Bezirks Ried.

Vom Bezirk Ried gehen Premiummöbel, Flugzeugteile, Skier, Umwelttechnik und Spezialmaschinen hinaus in die weite Welt. Insgesamt arbeiten in der Region rund 24.000 Menschen, zirka 18.000 in Gewerbebetrieben. „Im Vergleich zu anderen steht der Bezirk sehr gut da. „Wir haben viele Großbetriebe, die sich sehr gut entwickelt und andere mitgezogen haben“, sagt Christoph Wiesner, Rieder Bezirksstellenleiter der Wirtschaftskammer. „FACC ausgenommen, sind das mittelständische Unternehmen, die gut aufgestellt waren und größer geworden sind.“ Viele der Unternehmen können einen Exportanteil jenseits der 80 Prozent vorweisen.

Leitbetriebe

Der größte Betrieb in der Region ist der Flugzeugteile-Hersteller FACC, der an seinen Standorten im Bezirk 1900 Mitarbeiter beschäftigt. Beim Ski-Hersteller Fischer sind es in Ried 450. Ebenfalls in der Messestadt zählt der Maschinenhersteller Wintersteiger 450 Mitarbeiter. Der Luftfilteranlagen-Produzent Scheuch aus Aurolzmünster beschäftigt 630 Menschen. Der Maschinen- und Anlagenbauer Fill in Gurten gibt rund 500 Personen Arbeit. Und auch der Möbelhersteller Team 7 hat an seinen Standorten in Ried und Pram 500 Mitarbeiter.

Vor dem Wachstum der Betriebe sei der Bezirk auch nicht schlecht dagestanden, weil die Stadt Ried einen starken Handelsschwerpunkt gehabt habe. „Die Region kommt bei der Stärke der Kaufkraft gleich nach Linz, Wels und Steyr.“

Ein Großteil der Firmen konzentriere sich um die Stadt Ried. Aber auch entlang der Bundesstraße B 143 in Richtung Norden haben sich in den vergangenen Jahren – insbesondere im Gewerbegebiet zwischen St. Martin im Innkreis, Reichersberg und Ort nahe der Autobahn A 8 – Unternehmen angesiedelt. FACC baut hier ein Zentrum für Forschung und Entwicklung.

Probleme

Allerdings habe laut Wiesner der Bezirk wie auch andere ländliche Regionen mit der Abwanderung der jungen Bevölkerung in urbane Gebiete zu kämpfen. „Wir sind doch weit weg vom Schuss“, sagt der Bezirksstellenleiter über die Entfernung zum Zentralraum. „Was uns abgeht, ist eine schnelle Verbindung nach Salzburg und auch die öffentliche Verkehrsanbindung nach Linz ist nicht ausgebaut.“

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( Kurier ) Erstellt am 17.03.2012