Sportlerfamilie der Energie AG mit "Papa" Leo Windtner (m.)

© KURIER/Wolfgang Atzenhofer

Sportfamilie
02/19/2017

Familiäre Emotionen

Schwimm-Ass Steinegger geht, Diskuskanone Weißhaidinger steigt ein.

von Wolfgang Atzenhofer

Auch wenn die Familie aus lauter klingenden Namen besteht: Emotionen und Schicksalsfügungen bestimmen auch das Geschehen in Oberösterreichs größter Sportfamilie. Im gleichnamigen Sportförderprojekt der Energie AG herrschen derzeit Abschiedsgefühle ebenso wie Aufbruchstimmung.

Mit der 34-jährigen Jördis Steinegger beendet eine 124-fache Schwimmstaatsmeisterin, die zehn österreichische Rekorde hält und drei Mal die harte Qualifikation für Olympia schaffte, ihre Karriere. Im Kreise der Sportfamilie verabschiedete sich die gebürtige Steirerin emotional und dankte Energie AG-Chef Leo Windtner und ihren Betreuern für die intensive Unterstützung. Vor allem auch das professionelle Umfeld auf der Linzer Gugl sei für ihre nicht immer leichte Karriere eine große Stütze gewesen, schilderte Steinegger.

Windter, für den die Zeichen als Energie-Boss ja ebenfalls auf Abschied stehen, konnte im 16-köpfigen Team der vom Konzern betreuten Top-Sportler mit dem Taufkirchener Diskus-Werfer Lukas Weißhaidinger ein prominentes neues Gesicht begrüßen. Der sechste Platz des 1,96 Meter großen und 142 Kilo schweren Muskelpakets bei der vorjährigen Olympiade in Rio habe "aufgeschlagen als ob es eine Medaille" gewesen wäre, hieß Windtner den Leichtathleten willkommen.

Weißhaidinger schloss in der Vorwoche mit einem dritten Platz bei einem spektakulären Hallenwettkampf vor über 12.000 Zusehern mit 62,23 Meter schon wieder an seine Vorjahresleistungen an. Momentan pendelt der 25-Jährige zwischen seinem Wurfstadel in Taufkirchen/P. und seinem professionellen Trainingscamp in Wien. Im März geht’s mit seinem Betreuer zum Trainingslager in wärmere Gefilde nach Teneriffa, wo der nächste Wettkampf ansteht. "Dort besteht die erste Möglichkeit die Qualifikation für die heurige WM in London zu schaffen", hat Weißhaidinger bereits den Saisonhöhepunkt im Visier. Die hohe Quali-Hürde von 65 Metern empfindet er als fair, die eigene Bestleistung liegt bei 67,24 m.

Mit dabei beim Treffen der Asse unter dem Energie AG-Dach auch Ski-Ass Vincent Kriechmayr, der ganz offen mit seinem verpatzten Abschneiden bei der WM-Abfahrt in St. Moritz haderte. FIS-Speed-Direktor Hannes Trinkl, Sportfamilienmitglied seit dem Start im Jahr 2000, litt mit dem "Vinc" mit und nahm ihn in Schutz. "Nach den ersten acht Läufern hat es aufgerissen, das war für den Vinc zu spät, das tut mir weh", meinte er.

Beim Sportler-Meeting aufhorchen ließ auch die Ruderin Lisa Fahrthofer. Auf den Spuren ihres Vaters ist sie ins Lager der Segler gewechselt und hat mit Steuerfrau Angelika Kohlendorfer mit der Olympia 2020 in Tokio ein großes Ziel ins Visier genommen.

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